Illegaler Kahlschlag am Lübkower See: Täter unerkannt
Illegaler Kahlschlag: Täter am Lübkower See unerkannt

Am Lübkower See, nördlich des Penzliner Ortsteils Lübkow gelegen, haben unbekannte Täter heimlich Bäume gekappt und Schilf zu Boden gedrückt, um eine illegale Badestelle zu schaffen. Der Vorfall sorgte in der Stadtvertretung von Penzlin für Aufsehen.

Illegale Aktion am ruhigen See

Der Lübkower See ist normalerweise ein ruhiger Ort, umgeben von Bäumen und Schilf. Doch an der Ostseite, nahe eines kleinen Baches, wurden Bäume bis auf den Stamm zurückgesägt und das Schilf niedergeknickt. Stadtpräsident André Schardetzki (Lebenswertes Penzlin) informierte die Stadtvertreter auf ihrer jüngsten Sitzung über den Naturfrevel und vermutete sarkastisch, dass der See nun eine neue Badestelle habe. Er wusste bereits, dass die untere Naturschutzbehörde des Landkreises diese Aktion nicht genehmigt hatte. Der Landkreis bestätigte, dass die auf etwa fünf Meter angelegte Bade- und Angelstelle illegal sei.

Wiederholungstäter?

Bürgermeister Sven Flechner (parteilos) betonte, dass die Aktion nicht von der Stadt stamme und daher illegal sei. Bereits im Vorjahr habe es einen ähnlichen Vorfall gegeben, der zur Anzeige gebracht wurde. Das Ordnungsamt sei informiert, aber die Ermittlungen oblägen der unteren Naturschutzbehörde. Trotz der Ermittlungen konnten die Verursacher weder beim aktuellen Fall noch bei einer illegalen Steganlage am Lübkower See ermittelt werden, so Landkreissprecher Nils Henke. Die Steganlage werde wohl von Anglern genutzt, sei aber bereits in einem unsicheren Zustand. Die Verfahren wurden eingestellt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Nacht-und-Nebel-Aktionen erschweren Ermittlungen

Bürgermeister Flechner erklärte, dass die Täter oft nachts handelten, was die Ermittlungen erschwere. Ähnliche Vorfälle habe es bereits am Tollensesee in Alt Rehse und Wustrow sowie am Penzliner Stadtsee gegeben. Oft seien Angler die Verursacher, die mit ihren Booten auf Trailern bis zum Ufer fahren wollten. Bäume und Schilf seien dabei Hindernisse, und selbst extra aufgestellte Poller würden ignoriert.

Legale Alternativen möglich

Stadtpräsident Schardetzki kann das Vorgehen nicht nachvollziehen. Er weist darauf hin, dass Angler beim Landkreis anfragen könnten, um gemeinsam legale Zugänge zu Seen zu schaffen. Dies wäre ein konstruktiver Weg, der die Natur schont und Konflikte vermeidet.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration