In Cottbus haben unbekannte Täter einen antisemitischen Schriftzug an der Wand einer Synagoge hinterlassen. Der Staatsschutz hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung aufgenommen, wie die Polizei mitteilte.
Nächtlicher Vorfall in der Innenstadt
Ein Streifenwagen war in der Nacht zur Überprüfung der Synagoge in der Cottbuser Innenstadt unterwegs. Bei der Anfahrt bemerkten die Polizisten in der Fußgängerzone einen hellen Lichtschein. Wie ein Polizeisprecher erklärte, hatten Unbekannte offenbar eine Silvesterfontäne gezündet. Als der Streifenwagen näher kam, flohen die Personen. Die Beamten fanden vor Ort Überreste von Pyrotechnik. Bei der anschließenden Kontrolle der Synagoge entdeckte die Streife einen antisemitischen Spruch mit den Maßen 10 mal 13 Zentimeter. Ob ein Zusammenhang zwischen dem Zünden der Pyrotechnik und dem Schriftzug besteht, wird derzeit geprüft.
Rechte Einschüchterungsversuche in Cottbus
Seit Tagen werden in Cottbus vermehrt Berichte über mutmaßlich rechtsextreme Einschüchterungsversuche bekannt. Unter anderem sollen Unbekannte bis zur Wohnungstür eines Pfarrers vorgedrungen sein, der sich für die Initiative Sichere Orte Südbrandenburgs engagiert. Laut dieser Gruppe wurden Aufkleber mit der Aufschrift „Piss Dich nach Berlin“ hinterlassen. Die Polizei hat auch in diesen Fällen Ermittlungen aufgenommen.



