Tödlicher Angriff in der ukrainischen Hauptstadt
Bei einem schweren Schusswaffenangriff in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw sind nach offiziellen Angaben sechs Menschen getötet und mindestens 14 weitere verletzt worden. Der mutmaßliche Täter, ein 58-jähriger Mann, wurde nach einer dramatischen Geiselnahme in einem Supermarkt von der Polizei erschossen. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die tragischen Ereignisse in einer Videobotschaft auf der Plattform X.
Verlauf der Gewalttat
Laut Medienberichten begann der Angriff im Stadtbezirk Demijiwka, wo der Mann mit einem halbautomatischen Gewehr auf Passanten schoss. Für diese Waffe besaß er offenbar einen legalen Waffenschein. Als die Polizei die Verfolgung aufnahm, flüchtete der Täter in einen nahegelegenen Supermarkt und nahm dort mehrere Geiseln.
Spezialkräfte der Polizei stürmten das Gebäude, nachdem Unterhändler über 40 Minuten lang vergeblich versucht hatten, den Mann zur Aufgabe zu bewegen. Innenminister Ihor Klymenko erklärte, der Täter habe beim Zugriff auf einen Polizisten geschossen und sei daraufhin getötet worden. Vier Geiseln konnten befreit werden, doch eine Geisel wurde während der Geiselnahme vom Täter erschossen.
Hintergrund des Täters
Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko betonte, dass der Täter gebürtiger Moskauer war. Medienberichten zufolge besaß er jedoch die ukrainische Staatsbürgerschaft und hatte lange Zeit im Donbass gelebt. Präsident Selenskyj teilte mit, der Verdächtige sei vorbestraft gewesen und habe vor dem Angriff seine eigene Wohnung in Brand gesteckt.
Mehrere Verletzte sowie Personen mit traumatischen Erlebnissen wurden in Krankenhäuser gebracht. Der ukrainische Präsident forderte eine schnelle und umfassende Untersuchung aller Umstände dieser Gewalttat und sprach den Hinterbliebenen sein tiefes Beileid aus. Die Nationalpolizei und der Sicherheitsdienst der Ukraine haben die Ermittlungen aufgenommen.



