Teterower Ehrenamtler hält Kriegsehrenmal sauber und entdeckt Schäden
Ehrenamtler pflegt Teterower Ehrenmal und meldet Schäden

Teterower Bürger engagiert sich seit Jahren für Kriegsehrenmal

Uwe-Michael Roeder aus Teterow reinigt seit über einem Jahrzehnt ehrenamtlich das örtliche Ehrenmal in den Heidbergen. Ein bis zweimal monatlich sammelt der 62-Jährige Müll wie leere Flaschen, Zigarettenpackungen und andere Abfälle rund um das Denkmal ein. „Das Ehrenmal liegt mir einfach am Herzen“, erklärt Roeder, der sich auch im Heimatbund engagiert. Seine Arbeit versteht sich für ihn von selbst, obwohl immer wieder Besucher Abfälle achtlos wegwerfen.

Bröckelnder Beton und Vandalismus am Mahnmal

Bei seinen Reinigungsaktionen entdeckte Roeder gravierende Schäden am Bauwerk. An mehreren Stellen bröckeln Beton und Putz, besonders an Fugen und der Brüstung. Einmal lag sogar ein ganzer Ziegelstein auf den Stufen. Der Ehrenamtler vermutet, dass nicht nur Witterungseinflüsse, sondern teils auch bewusstes Herauskratzen des Putzes die Schäden verursacht.

Zudem sind zahlreiche Vandalismusschäden sichtbar:

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  • An der Wand vor der Aussichtsplattform wurden Zahlen, Herzsymbole, Buchstaben und Namen wie „Chris“ oder „Carlo“ in den Putz geritzt
  • Hakenkreuze im unteren Treppenaufgang wurden zwar schnell entfernt, zeigen aber wiederkehrende Probleme
  • Besonders erschreckend für Roeder waren zerstörte Schwalbennester im Treppenaufgang, bei denen das Gelege mit Jungvögeln leblos auf den Steinen lag

Stadt plant Sanierungen zum 100. Jahrestag

Die Stadt Teterow hat für Ausbesserungen am Ehrenmal Haushaltsmittel bereitgestellt. Die Arbeiten stehen im Zusammenhang mit dem bevorstehenden 100. Jahrestag des Denkmals im Jahr 2027. Die Wählergemeinschaft „Die Teterower“ hatte angeregt, das Bauwerk stärker sichtbar zu machen und die im Laufe der Jahre dichter gewordene Vegetation zu lichten.

Historische Bedeutung des Ehrenmals

Das Teterower Ehrenmal wurde 1927 in nur 104 Tagen errichtet und am 25. September desselben Jahres eingeweiht. Der Entwurf stammt von Architekt Paul Korff, der das Bauwerk als in die Erde gerammtes Schwert konzipierte. Ursprünglich war an gleicher Stelle ein Aussichtsturm geplant. Heute dient das Ehrenmal als Mahnmal für die Opfer beider Weltkriege sowie für Leidtragende von Willkür und Gewalt.

Roeder will seine ehrenamtliche Arbeit fortsetzen, solange es seine Gesundheit zulässt. Er schätzt die Ruhe vor Ort und den Blick in die Natur. Sein Engagement zeigt, wie wichtig bürgerschaftliches Handeln für den Erhalt kultureller Denkmäler ist.

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