Nahrungsquellen für Falter und Raupen
Schmetterlinge im eigenen Garten zu beobachten, ist ein besonderes Vergnügen. Mit der Auswahl passender Pflanzen können Sie gezielt dazu beitragen, dass sich die bunten Insekten bei Ihnen wohlfühlen. Wer über einen Großteil der Saison hinweg auf geeignete Stauden oder Kübelpflanzen setzt, versorgt Schmetterlinge regelmäßig mit Nahrung. Das Grüne Medienhaus nennt eine Auswahl von sieben Pflanzen, die sich besonders eignen.
1. Weiße Fetthenne
Die Weiße Fetthenne ist für den Apollofalter unverzichtbar: Seine Raupen fressen ihre Blätter. Aber auch andere Fetthennenarten lohnen sich im Garten. Während der Blütezeit dienen sie beispielsweise Admiral oder Kleinem Fuchs als Nahrungsquelle.
2. Wiesen-Flockenblume
Die Wiesen-Flockenblume zieht ebenfalls verschiedene Gäste an. Nicht nur der ausgewachsene Apollofalter nutzt ihren Nektar, auch viele andere Tagfalter werden von ihr angelockt.
3. Große Brennnessel
Wer Schmetterlinge im Garten haben möchte, braucht sowohl nektargefüllte Blüten für ausgewachsene Falter als auch Blätter, die als Raupennahrung dienen. Die Raupen von Tagpfauenauge, Admiral, Landkärtchen oder Kleinem Fuchs ernähren sich vorwiegend von Brennnesselblättern. In der Regel muss man die Pflanze nicht extra anpflanzen, denn oft wächst sie ohnehin im Garten. Dann heißt es: Dort, wo Brennnesseln nicht stören, können sie stehen bleiben – etwa in einer wilden Ecke am Kompost.
4. Blut-Weiderich
Mit seinen rosa Blüten ist der Blut-Weiderich nicht nur hübsch anzusehen. Er dient als Raupennahrung für den Faulbaum-Bläuling und lockt zur Blütezeit im Hochsommer Weißlinge wie den Zitronenfalter an. Besonders gut macht er sich an Teichrändern oder als Blickfang im Beet.
5. Wasserdost oder Herbst-Astern
Wenn viele Pflanzen bereits verblüht sind, haben Wasserdost und Herbst-Astern ihren großen Auftritt. Ihre späten Blüten liefern wichtigen Nektar für Schmetterlinge, die als ausgewachsene Falter überwintern. Gerade zum Saisonende hin sind solche Pflanzen entscheidend.
6. Gewöhnlicher Dost
Er ist ein regelrechter Schmetterlingsmagnet. Viele Arten nutzen ihn als Nahrungsquelle, darunter auch Augenfalter wie Großes Ochsenauge oder Bläulinge. Zusammen mit Kräutern wie Thymian, Lavendel, Rosmarin und Bohnenkraut entsteht ein duftendes Kräuterbeet in der Sonne, das wenig Wasser braucht und Schmetterlinge anzieht.
7. Fenchel
Fenchel erfüllt gleich mehrere Funktionen: Seine Blätter dienen den Raupen des Schwalbenschwanzes als Nahrung. Die Falter selbst sieht man hingegen an Disteln, Skabiosen oder am Natternkopf. Auch Fenchelblüten locken Insekten an – allerdings eher Wildbienen, Käfer und Fliegen als Schmetterlinge.



