Ausgerechnet am Tag der Arbeit, dem 1. Mai, ruht in der 1. und 2. Bundesliga der Ball. Während am Karfreitag religiöse Gründe für die Spielpause sorgen, hat der spielfreie 1. Mai organisatorische Ursachen.
Warum wird am 1. Mai nicht gespielt?
Der 1. Mai wird in Deutschland traditionell von zahlreichen Gewerkschaften für Demonstrationen und Kundgebungen genutzt. Die Folge: logistische Probleme für die Polizei. Die Sicherheit in den Stadien könnte nicht gewährleistet werden, da eine hohe Anzahl an Polizisten und Sicherheitskräften in ganz Deutschland auf den Demonstrationen im Einsatz sind.
Spielplan der Bundesliga am Samstag und Sonntag
In der Bundesliga finden am Samstag daher fünf Spiele um 15.30 Uhr statt, ein Spiel um 18.30 Uhr und drei Spiele am Sonntag. Die zwei obligatorischen Freitagsspiele der 2. Liga finden nun am Sonntag statt. Darunter der Aufstiegskracher zwischen Elversberg und Paderborn sowie das Franken-Derby zwischen Fürth und Nürnberg. Auch in der 3. Liga wird heute nicht gespielt.
Alternative: Fußball im Ausland
Wer heute trotzdem nicht auf Live-Fußball verzichten will, muss sich in den ausländischen Ligen umschauen. In England kann Leeds mit seinem deutschen Trainer Daniel Farke gegen Absteiger Burnley einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Auch in Spanien steht bei dem Spiel Girona gegen Mallorca Abstiegskampf auf dem Programm, ebenso in Italien beim Kellerduell Pisa gegen Lecce.
Handball als Alternative
Oder man kann zum Handball rüberschauen. In der Bundesliga steigt heute das OWL-Derby zwischen Lemgo und Minden (20 Uhr, live bei DYN).
Historischer Hintergrund des 1. Mai
Der 1. Mai wurde nach dem 2. Weltkrieg von den Alliierten als Feiertag bestätigt. In der DDR wurden an diesem Tag Maiparaden veranstaltet und als „Internationaler Kampf- und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialismus“ zelebriert, während im Westen der Tag seit jeher für Demonstrationen genutzt wird – häufig verbunden mit Ausschreitungen, vor allem in Berlin-Kreuzberg.



