Tödliche Arbeitsunfälle: Jeden vierten Werktag ein Toter auf Baustellen
Jeden vierten Werktag ein Toter auf deutschen Baustellen

In Deutschland stirbt im Durchschnitt an jedem vierten Werktag ein Mensch auf einer Baustelle oder in der Reinigung. Das geht aus einer Mitteilung der Berufsgenossenschaft Bau (BG BAU) und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hervor. Demnach kamen im vergangenen Jahr 74 Menschen durch einen Arbeitsunfall in der Bauwirtschaft und den sogenannten baunahen Dienstleistungen ums Leben. Das sind vier weniger als im Jahr zuvor. Zu den Werktagen zählen laut Bundesurlaubsgesetz alle Tage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind.

Berufskrankheiten fordern weitere Todesopfer

Der Mitteilung zufolge starben 2025 zudem 400 Menschen infolge von Berufskrankheiten. Die Ursache liege oft in der Vergangenheit, etwa weil Beschäftigte mit Staub oder Asbest gearbeitet haben. Die Gewerkschaft und die Berufsgenossenschaft betonen, dass viele dieser Todesfälle vermeidbar gewesen wären.

Appell an Arbeitgeber und Beschäftigte

Angesichts der alarmierenden Zahlen rufen die BG BAU und die IG BAU die Beschäftigten dazu auf, gefährliche Arbeitssituationen nicht einfach hinzunehmen. Arbeitsschutz auf der Baustelle müsse von allen gelebt werden. „Arbeitsschutz ist Chefsache, also Aufgabe des Arbeitgebers. Doch Sicherheit entsteht nur, wenn auch jede und jeder Einzelne Verantwortung übernimmt – für sich selbst und für die Kolleginnen und Kollegen“, sagt Mathias Neuser, amtierender Vorsitzender des Vorstands der BG BAU.

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Viele Unfälle seien vermeidbar. „Wenn Arbeitsschutz konsequent umgesetzt und von den Beschäftigten aktiv eingefordert wird, können wir Leben retten. Alle sollen nach Feierabend gesund zu ihren Familien und Freunden zurückkehren“, so Neuser weiter. Die Organisationen fordern ein stärkeres Engagement von Unternehmen und Politik, um die Sicherheit auf Baustellen nachhaltig zu verbessern.

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