Rückruf von Gewürzmühlen: Plastikstücke im Essen möglich
Der Hersteller Raimund Hofmann hat einen Rückruf für Gewürzmühlen der Marke Cook! gestartet, die in Norma-Filialen verkauft wurden. Grund dafür ist die Gefahr, dass der Mahlkranz brechen und Plastikteile in das gemahlene Gut gelangen können. Von einer weiteren Verwendung wird dringend abgeraten.
Betroffen sind alle Chargennummern und Mindesthaltbarkeitsdaten der folgenden Sorten und Größen: 65 g, 70 g, 75 g, 85 g und 160 g. Kunden können die Produkte in jeder Norma-Filiale zurückgeben – auch ohne Kassenbon. Der Kaufpreis wird vollständig erstattet.
Hintergrund und Risiken
Die möglichen Fremdkörper wie Kunststoffsplitter, Holzstücke, Metallteile oder Glasscherben können zu Verletzungen im Mund- und Rachenraum sowie zu inneren Verletzungen oder Blutungen führen. Solche Rückrufe häufen sich in letzter Zeit. Erst kürzlich wurde ein Geschenke-Set mit fünf Gewürz-Röhrchen („Timber Taste Premium Chili Set“) wegen Glassplittern zurückgerufen. Auch bei Ankerkraut-Gewürzen und Ibuprofen-Tabletten wurden Metallsplitter entdeckt. Im März rief der Discounter Rewe ein Tiefkühlgericht wegen Plastik- und Holzsplittern zurück.
Verbraucherschützer warnen vor Einweg-Mühlen
Bereits im Januar 2024 warnte die Verbraucherzentrale NRW vor Plastik in Einweg-Gewürzmühlen. Eine Untersuchung der Universität Münster und des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Münsterland-Emscher-Lippe ergab, dass durch solche Mühlen Mikroplastik ins Essen gelangen kann. Die Verbraucherschützer empfehlen daher, auf Mühlen ohne Kunststoff oder auf Mörser zurückzugreifen.
Der aktuelle Rückruf zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, bei Lebensmitteln auf mögliche Verunreinigungen zu achten. Kunden sollten betroffene Produkte umgehend zurückgeben.



