Seit mehr als einer Woche versucht ein Team aus privaten Helfern, den seit Wochen in der Wismarer Bucht bei Poel festsitzenden Buckelwal zu retten. Nachdem sich der Wal kurzzeitig selbst befreien konnte, sitzt er nun auf einer anderen Sandbank fest. Der ursprüngliche Plan, den Wal mit Pontons aus der Bucht zu schleppen, wurde bereits verworfen.
Gesundheitszustand des Wals sorgt für Diskussionen
Neben Streitereien im Rettungsteam sorgt vor allem die Frage, wie krank und geschwächt der Wal tatsächlich ist, immer wieder für Diskussionen. Die Meinungen gehen dabei weit auseinander. Während einige Experten davon ausgehen, dass das Tier noch genug Kraft für eine eigenständige Befreiung hat, warnen andere vor einem kritischen Zustand.
Emotionale Reaktionen der Bevölkerung
Wie die Menschen im Nordosten die Situation beurteilen und was sie dem Wal wünschen, zeigt eine Videoumfrage. Die Stimmung ist gespalten: Viele zeigen Mitgefühl und unterstützen die Rettungsbemühungen, andere äußern Frust über die langwierige Aktion und fordern, dass der Wal sich selbst helfen solle. „Der soll zusehen, wie er zurechtkommt“, sagt ein Befragter. Ein anderer meint: „Man sollte ihn einfach in Ruhe lassen.“
Die Rettungsaktion wird von einem privaten Team organisiert, das sich aus Tierschützern und freiwilligen Helfern zusammensetzt. Sie arbeiten unter schwierigen Bedingungen, da die Wetterlage und die Gezeiten die Arbeiten erschweren. Die Behörden halten sich bislang zurück und beobachten die Lage.
Wie es nun weitergeht, ist ungewiss. Die Helfer prüfen derzeit alternative Methoden, um den Wal zu befreien. Eine Entscheidung soll in den kommenden Tagen fallen. Die Diskussion um die Rettung des Buckelwals zeigt, wie emotional das Thema Tierschutz in der Region diskutiert wird.



