Die Zahl der Ebola-Toten in der Demokratischen Republik Kongo ist auf 304 gestiegen. Das Kommunikationsministerium in Kinshasa bestätigte am späten Abend insgesamt 1.155 bestätigte Infektionsfälle. Die Epidemie in den Provinzen Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu sei noch nicht unter Kontrolle. Besonders betroffen ist Ituri im Nordosten des Landes.
Schwierige Eindämmung und fehlende Impfstoffe
Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit, die durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen wird. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, da es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. In der kommenden Woche sollen jedoch klinische Studien für Medikamente beginnen.
Neue Medikamente in der Erprobung
Das antivirale Medikament Remdesivir, das von Herstellern aus den USA und Ägypten stammt, ist nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC bereits im Kongo eingetroffen. Es handelt sich um ein Prophylaxemittel, das nach Kontakt mit dem Ebola-Erreger helfen soll. Das aus den USA stammende Mittel MBP134 solle in den kommenden Tagen eintreffen. Zudem arbeiten mehrere Unternehmen an weiteren Impfstoffkandidaten. Die klinischen Studien sollen in der kommenden Woche starten.



