Deutschland erlebt eine extreme Hitzewelle mit Rekordtemperaturen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor bis zu 41 Grad Celsius am Freitag und tropischen Nächten. Erst zu Beginn der kommenden Woche ist eine leichte Abkühlung in Sicht, die jedoch nur den Nordwesten erreicht.
Temperaturen steigen täglich – Rekordwerte erwartet
Am Mittwoch werden im Westen und Südwesten entlang von Rhein, Main und Mosel bis zu 38 Grad erwartet. Auch im Osten und Norden sind verbreitet mehr als 30 Grad vorhergesagt. „Donnerstag und Freitag steigert sich das Ganze weiter“, so Felix Dietzsch von der Wettervorhersagezentrale des DWD. Am Donnerstag sind bis zu 39 Grad möglich, am Freitag lokal sogar 41 Grad. „Eine gewisse Unsicherheit besteht trotz allem noch“, erklärt Dietzsch.
Tropische Nächte ohne Abkühlung
In den kommenden Nächten wird es noch wärmer. In größeren Ballungsgebieten im Westen sinken die Temperaturen nachts möglicherweise nicht unter 24 oder 25 Grad. Dietzsch spricht von „volltropischen und wohl auch rekordverdächtigen Verhältnissen – ohne Klimaanlage eigentlich auch schon unerträglich“. Der bisherige deutsche Hitzerekord liegt bei 41,2 Grad, gemessen am 25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl (Nordrhein-Westfalen). Der heißeste Juni-Tag wurde am 30. Juni 2019 in Bernburg (Sachsen-Anhalt) mit 39,6 Grad registriert.
Hitze breitet sich über das ganze Land aus
Am Freitag greift die Hitze auf das restliche Land über. Weniger als 35 Grad gibt es dann nur noch nördlich der Elbe und gebietsweise südlich der Donau. Ansonsten werden zwischen 36 und 38 Grad erwartet, in der Südwesthälfte teils zwischen 39 und 40 Grad. „Echte Linderung ist bezüglich der Hitze auch nicht absehbar“, betont Dietzsch. „Erst zu Beginn der kommenden Woche deutet sich eine leichte Abkühlung an, die aber nach den aktuellen Prognosen auch nur den Nordwesten erreicht.“ Sonst bleiben die Temperaturen weiterhin über 30 Grad.
Dauer der Hitzewelle und Ausblick
„Diese bereits jetzt rekordverdächtige und zunehmend extreme Hitzewelle dauert also noch mindestens die ganze Woche an!“, warnt Dietzsch. Der DWD empfiehlt, viel zu trinken, direkte Sonne zu meiden und auf körperliche Anstrengung zu verzichten. In München wurden die Bürger bereits aufgefordert, wegen der Hitzewelle Wasser zu sparen. Der SPIEGEL-Hitzemonitor zeigt mit laufend aktualisierten Daten, wie warm es an der nächstgelegenen Wetterstation ist und welchen Einfluss der Klimawandel hat.



