Die Niederlande haben bei der Fußball-Weltmeisterschaft die Vorrunde als Gruppensieger abgeschlossen. Das Team von Bondscoach Ronald Koeman besiegte das bereits ausgeschiedene Tunesien mit 3:1 (2:0) und trotzte dabei auch widrigen Wetterbedingungen. Vor 68.391 Zuschauern im Arrowhead Stadium in Kansas City traf die Elftal bereits früh doppelt und legte damit den Grundstein für den Sieg.
Frühe Führung durch Eigentor und Brobbey
Bereits in der dritten Minute brachte ein Eigentor von Eintracht Frankfurts Ellyes Skhiri die Niederländer in Führung. Nur fünf Minuten später erhöhte Brian Brobbey auf 2:0 und stellte die Weichen früh auf Sieg. Es war die früheste Zwei-Tore-Führung der Niederlande bei einer WM seit 55 Jahren. Nach dem Seitenwechsel sorgte Hazem Mastouri mit seinem Treffer in der 54. Minute kurz für Spannung, doch Jan Paul van Hecke stellte nur acht Minuten später mit seinem Kopfball zum 3:1 den Endstand her.
Unwettergefahr vor dem Spiel
Vor der Partie hatte der US-Wetterdienst NWS vor starken Stürmen und heftigen Regenfällen gewarnt. Tatsächlich gab es in den Stunden vor dem Anpfiff Wolkenbrüche und Gewitter. Das Fanfest der niederländischen Anhänger im P&L District von Kansas City, bei dem sich rund 25.000 Oranje-Fans versammelt hatten, musste gegen 14.00 Uhr Ortszeit geschlossen werden. Viele befürchteten eine Wiederholung des Szenarios aus dem Spiel Frankreich gegen Irak in Philadelphia, das wegen Unwetters lange unterbrochen werden musste. Eine Spielverschiebung stand zeitweise im Raum.
Pünktlicher Anpfiff trotz Wetterchaos
Die Zuschauer wurden zunächst nicht ins Stadion gelassen, doch rund eineinhalb Stunden vor dem Anpfiff gab es Entwarnung. Die Gewitterwolken waren abgezogen, die Partie begann pünktlich. Oranje-Kapitän Virgil van Dijk, der beim FC Liverpool spielt, zeigte sich unbeeindruckt: „Da regnet es oft, für mich ist das nichts Besonderes“, sagte der Abwehrchef vor der Partie. Seine Mannschaft ließ sich vom Wetter nicht ablenken und startete hochkonzentriert.
Spielverlauf und Ausblick auf das Achtelfinale
Nach der frühen Führung ließ die Elftal es ruhiger angehen, verpasste aber eine deutlichere Führung. Der Regen, der gegen Ende der ersten Halbzeit wieder zunahm, bereitete mehr Schwierigkeiten als der Gegner. Nach dem Seitenwechsel fehlten zunächst zwei Tunesier beim Anstoß, der wiederholt werden musste. Gegen nun unkonzentrierte Niederländer gelang Mastouri der Anschlusstreffer. Doch van Hecke, der nach der Saison für 60 Millionen Euro von Brighton zu Tottenham wechseln wird, machte per Kopf alles klar. Im Parallelspiel kamen die Japaner nicht mehr heran, sodass die Niederlande den Gruppensieg sicherten. In der Nacht zu Dienstag trifft die Elftal im Sechzehntelfinale auf Marokko.



