Der Weltverband Fifa hat ein hartes Urteil gefällt: Assim Madibo, Nationalspieler Katars, wurde nach seinem Foul an Ismael Koné aus Kanada für fünf Länderspiele gesperrt. Die Entscheidung wurde in der Nacht zu Donnerstag bekannt gegeben.
Schock-Szene bei der WM
Madibo hatte am vergangenen Freitag nach Videobeweis die Rote Karte gesehen. Bei einem Zweikampf hatte er Koné unglücklich an der Wade erwischt. Der Kanadier erlitt einen Beinbruch und blickte ungläubig auf den verschobenen Knochen. Mitspieler und Gegner waren schockiert, auch Madibo zeigte sich fassungslos und entschuldigte sich mehrfach.
Reaktionen von Thomas Müller und Mats Hummels
Weltmeister Thomas Müller äußerte sich bei MagentaTV: „Man sieht dem Spieler von Katar an, dass da was passiert ist. Dem steht der Schock ins Gesicht geschrieben. Auch in der Realgeschwindigkeit hat man gesehen, dass das nicht gut aussieht.“ Allerdings kritisierte er die Rote Karte: „Die Rote Karte kann ich nicht nachvollziehen. Die unglückliche Verletzung wiegt natürlich schwer, aber das war ein ganz normales Foul, das war niemals Rot, noch nicht mal Gelb.“ Auch Mats Hummels stimmte zu: „Das sah nach einem 08/15-Foul aus.“
Fifa greift hart durch
Trotz der Kritik sperrte die Fifa Madibo nun für fünf Spiele. Die Sperre gilt für alle Länderspiele, auch nach der Weltmeisterschaft. Koné muss monatelang pausieren. Am Mittwoch wurde er bei seiner Rückkehr ins WM-Stadion von Vancouver emotional gefeiert. Vor dem letzten Gruppenspiel Kanadas gegen die Schweiz wurde der Star des italienischen Clubs US Sassuolo im Rollstuhl in die Arena geschoben und winkte den Fans zu.



