Starker Zubau von Solaranlagen in Mecklenburg-Vorpommern
Die erneuerbaren Energien in Mecklenburg-Vorpommern haben im vergangenen Jahr einen deutlichen Ausbau erfahren. Laut Angaben des Statistischen Amtes stiegen die Kapazitäten auf fast 11.200 Megawatt, nach gut 10.000 Megawatt im Vorjahr. Besonders die Solarenergie legte kräftig zu und holt gegenüber der bislang dominierenden Windkraft auf.
Solaranlagen legen deutlich zu
Allein im Jahr 2025 wurden knapp 1.000 Megawatt an Solarleistung neu installiert. Die Windkraft-Kapazität wuchs hingegen nur um 163 Megawatt. Damit verschiebt sich das Verhältnis der erneuerbaren Energien im Nordosten: Während die installierte Leistung der Windräder mit rund 5.700 Megawatt noch knapp die Hälfte ausmacht, kommen die Solarpaneele bereits auf fast 5.000 Megawatt. Der Rest der Kapazitäten entfällt auf Biogas, Bioerdgas, Wasserkraft und Geothermie.
Mehr Flächen für Photovoltaik
Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hat die Bedingungen für den weiteren Solarausbau verbessert. Das Kontingent für Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen wurde auf 10.000 Hektar verdoppelt. Gleichzeitig wurden die Auflagen für neue Solarparks verschärft: Großflächenanlagen auf Äckern und Grünland dürfen künftig nur noch auf ertragsarmen Böden errichtet werden, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Dadurch soll die Nutzungskonkurrenz mit der Landwirtschaft minimiert werden.
Der Trend zeigt klar in Richtung Solarenergie. Während die Windkraft in Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen Jahren nur langsam wuchs, erlebt die Photovoltaik einen regelrechten Boom. Experten rechnen mit einem weiteren deutlichen Zubau, da die Flächenverdopplung und die technologischen Fortschritte die Expansion begünstigen.



