Vor der Küste des französischen Badeortes Port-la-Nouvelle im Mittelmeer hat ein Fischerboot eine spektakuläre Begegnung mit einem riesigen Meerestier erlebt. Zunächst war am frühen Morgen nur eine dunkelgraue Silhouette unter der Wasseroberfläche zu erkennen. Als das Tier jedoch näher kam, wurde klar: Es handelte sich um einen ausgewachsenen Riesenhai von beeindruckenden zehn Metern Länge.
Zweitgrößte Hai-Art der Welt
Der Riesenhai ist nach dem Walhai die zweitgrößte bekannte Hai-Art weltweit. Ausgewachsene Exemplare können eine Länge von bis zu zwölf Metern erreichen. Das vor Port-la-Nouvelle gesichtete Tier war mit zehn Metern bereits voll ausgewachsen. Die Aufnahmen stammen von einer Organisation, die sich für den Schutz von Meerestieren im Mittelmeerraum einsetzt.
Keine Gefahr für Menschen
Trotz seiner gewaltigen Größe ging von dem Tier keinerlei Gefahr aus. Der Riesenhai ernährt sich ausschließlich von Plankton und Kleinstlebewesen, die er durch sein riesiges Maul filtert. Anders als manche andere Hai-Arten sind Riesenhaie nicht aggressiv und greifen weder Taucher noch Boote an. Die Begegnung verlief daher völlig friedlich und die Insassen des Fischerbootes konnten das seltene Schauspiel aus sicherer Entfernung bestaunen.
Bedrohte Art braucht Schutz
Die Organisation, die die Aufnahmen veröffentlichte, nutzt die Gelegenheit, um auf die bedrohte Lage der Riesenhaie aufmerksam zu machen. Die Bestände dieser imposanten Tiere sind in den letzten Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. Hauptgründe sind die gezielte Bejagung mit Harpunen, vor allem im Nordostatlantik und im Ostpazifik, sowie die Fischerei mit Netzen, in denen sich die Tiere verfangen und qualvoll verenden. Die Organisation fordert daher dringend, dass die stark vom Aussterben bedrohten Riesenhaie in internationale Schutzprogramme aufgenommen werden, um ihr Überleben zu sichern.



