Iranische Behörde warnt Schiffe vor Abweichen von Routen
Die vom Iran eingesetzte Schifffahrtsbehörde für den Persischen Golf (PGSA) hat eine deutliche Warnung an die Schifffahrt in der Straße von Hormus ausgesprochen. Für Schiffe, die von den genehmigten Routen abweichen, werde keine sichere Durchfahrt garantiert. Die Verantwortung für die Folgen einer Passage auf nicht freigegebenen Strecken liege bei den Schiffseignern, Betreibern und Kapitänen, teilte die Behörde auf der Plattform X mit.
UN stoppt Schiffsevakuierung nach Angriff im Golf von Oman
Die Schifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen (IMO) hat ihre Evakuierungsaktion im Persischen Golf nach einem Angriff auf ein Schiff im Golf von Oman vorerst ausgesetzt. Man wolle zunächst prüfen, ob die notwendigen Sicherheitsgarantien weiterhin bestehen, erklärte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez. Das angegriffene Schiff sei nicht Teil des Evakuierungsprogramms gewesen. Mit der am Dienstag gestarteten Initiative sollten hunderte gestrandete Schiffe und tausende Seeleute die Straße von Hormus sicher passieren können.
Israel erteilt Abzug aus Sicherheitszonen eine Absage
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz lehnt einen Truppenabzug aus dem Libanon trotz internationalen Drucks ab. Die Armee werde so lange wie nötig in den Sicherheitszonen des Nachbarlandes, in Syrien und im Gazastreifen bleiben, sagte Katz. Ein Rückzug aus diesen Gebieten komme nicht infrage.
Britische Behörde: Schiff vor Küste Omans von Geschoss getroffen
Ein Frachtschiff ist nach Angaben der Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus von einem Geschoss getroffen worden. Dadurch sei auf der Brücke des Schiffs ein Schaden entstanden, teilte UKMTO am Donnerstag auf der Plattform X mit. Verletzte seien keine gemeldet worden. Wer für den Angriff vor der Küste des Omans verantwortlich war, wurde nicht mitgeteilt. Die iranische Revolutionsgarde hatte zuvor eine Warnung an Frachter in der Straße von Hormus gerichtet. Eine Route durch die Meerenge vor der Küste des Omans, die von der IMO empfohlen wird, sei nicht sicher, teilte die Marine der Garde über die staatliche Nachrichtenagentur Irna mit. Die einzige zugelassene Route sei die vom Iran festgelegte. „Der Schiffsverkehr außerhalb dieser Routen ist äußerst gefährlich und untersagt.“ Bei Verstößen werde man einschreiten.
NGO: Iran ist einer der schlimmsten Folterstaaten
Der Iran ist nach Einschätzung von Experten einer der schlimmsten Folterstaaten der Welt. Folter und Misshandlungen seien systemische Merkmale des iranischen Strafjustiz- und Haftsystems und dienten als Instrumente der Unterdrückung, berichtete die Weltorganisation gegen Folter (OMCT) mit Sitz in Genf. Auf dem sogenannten Folterindex erreiche die Islamische Republik die höchste Gefahrenstufe für Beschuldigte, so die Allianz von Nichtregierungsorganisationen bei der Vorlage ihres zweiten Weltreports über diesmal insgesamt 39 Länder. Verurteilungen könnten im Iran allein auf der Grundlage von Geständnissen erfolgen, hieß es. Dies schaffe starke Anreize für Folter und Misshandlungen, um Geständnisse zu erpressen. Im Iran seien außerdem 2025 mindestens 1639 Menschen hingerichtet worden – eine der höchsten Hinrichtungsraten weltweit.
Israelischer Soldat im Südlibanon getötet
Im Süden des Libanon ist ein israelischer Soldat getötet worden. Ein weiterer sei verletzt worden, teilte das Militär am Donnerstag mit. Dadurch stieg die Zahl der bei Kämpfen zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah-Miliz im Libanon und im Norden Israels getöteten Soldaten auf mindestens 37.
Oman will keine Gebühren für Fahrt durch Straße von Hormus
Für die Durchfahrt der Straße von Hormus sollen nach Angaben Omans keine Gebühren erhoben werden. „Zukünftige Regelungen mit Blick auf die Straße (von Hormus) beinhalten keine Erhebung irgendwelcher Transitgebühren“, teilte Omans Außenminister Badr al-Busaidi mit. Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran habe das Ziel, dort die Freiheit der Schifffahrt und sichere Durchfahrt zu gewährleisten.
Libanon berichtet von zwei Toten bei israelischem Drohnenangriff
Bei einem israelischen Drohnenangriff im Südlibanon werden örtlichen Angaben zufolge zwei Menschen getötet. Demnach sei das Geschoss in ein Auto eingeschlagen, verlautet aus libanesischen Sicherheits- und Sanitätskreisen. Es ist der zweite Tag in Folge mit einem solchen Vorfall. Am Vortag sind bei einem ähnlichen Angriff trotz einer Waffenruhe mindestens zwei Menschen getötet worden, wie libanesische Sicherheits- und Sanitätskreise der Nachrichtenagentur Reuters mitteilten.
UN-Organisation: Dutzende Schiffe verlassen Persischen Golf
Der Evakuierungsplan der IMO im Persischen Golf läuft. Seit Beginn der Maßnahme am Dienstag haben nach IMO-Daten von Donnerstag 57 Schiffe die Straße von Hormus passiert. An Bord dieser Schiffe seien schätzungsweise 1100 Seeleute, so die IMO. Wegen des Iran-Kriegs saßen sie seit Monaten im Golf fest. Der IMO-Plan soll insgesamt Hunderten von Schiffen mit rund 11.000 Crew-Mitgliedern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus ermöglichen. Die dänische Containerreederei Maersk teilt mit, zwei ihrer Schiffe hätten die Meerenge in der Nacht sicher durchquert und den Golf verlassen. Dabei handele es sich um die konzerneigene Maersk Baltimore und ein derzeit von Maersk gechartertes Schiff. Ein weiteres Schiff solle zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Rubio wirbt bei Golf-Staaten um Unterstützung für Iran-Abkommen
US-Außenminister Marco Rubio sichert den arabischen Golf-Staaten zu, dass ihre Interessen bei einem Abkommen mit dem Iran berücksichtigt werden. Zum Abschluss einer dreitägigen Nahost-Reise wirbt Rubio in Bahrain um Unterstützung für die Rahmenvereinbarung der US-Regierung mit der Führung in Teheran. Die Verbündeten der USA in der Region stehen der Vereinbarung skeptisch gegenüber und befürchten eine Stärkung des Iran. Bahrains Außenminister Abdullatif bin Raschid Al-Sajani begrüßt bei dem Treffen Pläne des Oman für einen sicheren Schiffskorridor durch die Straße von Hormus.
Iranische Revolutionsgarden: Neue Route in Straße von Hormus inakzeptabel
Die iranischen Revolutionsgarden bezeichnen eine ohne Abstimmung mit dem Iran angekündigte neue Schifffahrtsroute in der Straße von Hormus als inakzeptabel und gefährlich. Eine sichere Durchfahrt sei nur auf den vom Iran festgelegten Routen möglich, teilt die Eliteeinheit mit. Zudem sei eine Abstimmung mit der Marine der Revolutionsgarden über Funk zwingend erforderlich. Gegen Schiffe, die sich nicht an diese Vorgaben halten, kündigte die iranische Eliteeinheit Maßnahmen an.
Südkorea: Fünf weitere Schiffe verlassen Straße von Hormus
Fünf weitere von Südkorea betriebene Schiffe haben nach Angaben des Schifffahrtsministeriums in Seoul die Straße von Hormus verlassen. Eines der Schiffe sei auf dem Weg nach Südkorea, teilt die Behörde mit. Die Namen der Schiffe werden auf Bitte der Reedereien und Besatzungen nicht genannt. Insgesamt befinden sich den Angaben zufolge noch 13 südkoreanische Schiffe mit 87 Besatzungsmitgliedern in der Meerenge. Südkorea führe Gespräche mit anderen Ländern, um auch diesen Schiffen eine sichere Ausfahrt zu ermöglichen. In den vergangenen 24 Stunden haben US-Angaben zufolge rund 72 Schiffe mit insgesamt etwa 20 Millionen Barrel Rohöl die Straße von Hormus bereits passiert. Die Rückkehr zu normalen Öltransporten verzögert sich jedoch laut den USA wegen iranischer Minen in der Meerenge.
Ölpreise auf Tiefstand seit Beginn des Iran-Kriegs
Die Ölpreise fallen auf den tiefsten Stand seit der Zeit vor dem Beginn des Iran-Kriegs. Die Nordseesorte Brent verbilligt sich um 4,3 Prozent auf 73,74 Dollar je Barrel und markiert zeitweise mit 73,12 Dollar den tiefsten Wert seit dem 27. Februar, dem Tag vor den US-israelischen Angriffen. Die US-Sorte WTI gibt um 3,9 Prozent auf 70,34 Dollar nach und rutscht zwischenzeitlich erstmals seit dem 2. März unter die Marke von 70 Dollar.
Rubio stellt Iran-Gespräche für kommende Woche in Aussicht
Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran dürften nach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio in der kommenden Woche weitergehen. Nach seinem Kenntnisstand würden die technischen Gespräche am Montag oder Dienstag fortgeführt, sagte Rubio am Flughafen in Kuwait City. Er gehe davon aus, es werde erneut in der Schweiz verhandelt.
USA: 72 Schiffe mit 20 Millionen Barrel Öl passieren Straße von Hormus
In den vergangenen 24 Stunden haben US-Angaben zufolge rund 72 Schiffe mit insgesamt etwa 20 Millionen Barrel Rohöl die Straße von Hormus passiert. Die Rückkehr zu normalen Öltransporten verzögere sich jedoch wegen iranischer Minen in der Meerenge, sagt US-Energieminister Chris Wright auf dem Reuters Global Energy Forum in New York. Der Iran werde künftig nicht mehr in der Lage sein, die Straße von Hormus zu blockieren, betont Wright. Selbst ohne ein Abkommen mit dem Iran würden die USA den Ölfluss durch die Meerenge sicherstellen.
US-Rohöllagerbestände fallen auf tiefsten Stand seit 1984
Die gesamten US-Rohöllagerbestände einschließlich der strategischen Reserve SPR fallen in der Woche zum 19. Juni um mehr als 15 Millionen Barrel auf 743,3 Millionen Barrel. Das ist der niedrigste Stand seit Oktober 1984, wie aus Daten der US-Energiebehörde EIA hervorgeht. Die Bestände am wichtigen Öllager Cushing im Bundesstaat Oklahoma sinken demnach auf etwa 19 Millionen Barrel und damit auf den tiefsten Wert seit Oktober 2014. Die USA haben angesichts der Sperrung der Straße von Hormus auf die Vorräte zurückgegriffen.
Internationale Stabilisierungstruppe für Gazastreifen wächst
Die internationale Beteiligung an einer militärischen Truppe zur Stabilisierung des Gazastreifens wächst. Aus der von US-Präsident Donald Trump initiierten Steuerungsgruppe „Friedensrat“ (Board of Peace) hieß es, dass vergangene Woche Militärs aus Marokko in Israel eingetroffen seien, um Planungen für künftige Einsätze zu unterstützen. Neben Marokko haben sich auch Länder wie Indonesien oder Albanien bereiterklärt, sich an einer Stabilisierungstruppe für den Gazastreifen zu beteiligen.
Libanon: Zwei Tote bei israelischem Drohnenangriff trotz Waffenruhe
Bei einem israelischen Drohnenangriff im Süden des Libanon sind örtlichen Angaben zufolge trotz einer Waffenruhe mindestens zwei Menschen getötet worden. Demnach sei bei der Attacke ein Auto getroffen worden, heißt es aus libanesischen Sicherheits- und Medizinkreisen. Das israelische Militär prüft die Berichte nach eigenen Angaben. Die Armee hatte mitgeteilt, die Luftwaffe habe bei einem anderen Zwischenfall zwei bewaffnete Hisbollah-Kämpfer nahe der von israelischen Truppen kontrollierten Zone im Südlibanon beschossen.
Israel will vorerst nicht aus dem Libanon abziehen
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat einen Verbleib israelischer Truppen im Libanon angekündigt. Die USA hätten Israel nicht aufgefordert, sich aus dem Nachbarland zurückzuziehen, sagte Katz. Israel werde dort bleiben, solange die Hisbollah eine Bedrohung für die eigenen Soldaten und die Einwohner im Grenzgebiet darstelle. „Wir ziehen uns nicht zurück, und im Moment gibt es - und das ist ein diplomatischer Erfolg - keine amerikanische Forderung an Israel, sich aus dem Libanon zurückzuziehen“, sagte Katz.
Waffenruhe im Libanon hält weitgehend trotz Verstößen
Die Waffenruhe im Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah wird trotz gemeldeter Verstöße weitgehend eingehalten. Das israelische Militär griff nach eigenen Angaben zwei Hisbollah-Kämpfer im Südlibanon an. Die Armee sprach von einer „Bedrohung“, die „beseitigt“ worden sei. Libanons staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete darüber hinaus, dass israelische Soldaten auf zwei zivile Fahrzeuge nahe der Stadt Nabatija geschossen hätten. Verletzte habe es dabei nicht gegeben. Über der Küstenstadt Tyrus wurden erneut israelische Drohnen gemeldet. Sie lösten bei rückkehrenden Bewohnern Sorge vor erneuten Angriffen aus. In der US-Hauptstadt Washington gehen unterdessen Gespräche zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertretern weiter. Ziel ist dabei vor allem, die Waffenruhe zu festigen. Libanons Ministerpräsident Nawaf Salam betonte in einer Mitteilung seines Büros seine Ablehnung der israelischen Militärpräsenz im Südlibanon. Präsident Joseph Aoun betonte, die Gespräche würden unabhängig von den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran fortgesetzt. Die libanesische Regierung, die nicht Partei ist in dem Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah, will eine dauerhafte und vom Iran unabhängige Einigung mit Israel durchsetzen und den iranischen Einfluss im Land zurückdrängen.
US-Finanzminister pocht auf Kontrolle über iranische Gelder
US-Finanzminister Scott Bessent beharrt darauf, dass ein Großteil der freigegebenen iranischen Gelder für den Kauf von US-Lebensmitteln und Medikamenten verwendet werden muss. Das US-Finanzministerium werde eine Vertretung im katarischen Doha einrichten, um den Mittelfluss zu überwachen, sagt Bessent dem Fernsehsender CNBC. Er stützt damit vorherige Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Der Iran hat jedoch US-Vorgaben zur Verwendung der rund zwölf Milliarden Dollar an blockierten Öleinnahmen und Zentralbankreserven zuletzt am Dienstag zurückgewiesen. Das Land beansprucht die alleinige Entscheidungsgewalt. Die Freigabe der Mittel ist Teil eines Rahmenabkommens zur Beendigung des am 28. Februar von den USA und Israel begonnenen Iran-Kriegs.
Trump: Iran fordert keine Gebühren für Passage durch Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump zufolge fordert der Iran keine Gebühren für eine Schiffspassage durch die Straße von Hormus. Der Iran habe die USA darüber informiert, dass entgegen anderslautender Berichte keine Zölle, Versicherungskosten oder sonstige Abgaben verlangt oder eingenommen würden, schreibt Trump in einem Social-Media-Beitrag. Sollte sich dies als Falschinformation herausstellen, würden die Verhandlungen sofort beendet, erklärt er weiter.
IMO: Erste Schiffe passieren Straße von Hormus nach UN-Evakuierungsplan
Unter einem neuen Evakuierungsplan der IMO haben erste Schiffe die Straße von Hormus passiert. Dies teilt die International Maritime Organization mit. Einzelheiten zu den betroffenen Schiffen nannte die Behörde nicht. Schiffsverfolgungsdaten des Anbieters LSEG zeigten am Mittwoch, dass in den vergangenen zwölf Stunden mindestens zwei Schüttgutfrachter und ein Frachtschiff die Meerenge durchquert haben. Zudem bereiten sich mindestens 35 weitere Handelsschiffe auf die Passage vor. Dies geht aus Daten von LSEG und MarineTraffic hervor, die von der Nachrichtenagentur Reuters ausgewertet wurden. Bei den Schiffen handelt es sich vor allem um Schüttgut-, Fracht- und Containerschiffe. Der Evakuierungsplan soll laut IMO Hunderten von Schiffen mit rund 11.000 im Persischen Golf festsitzenden Seeleuten die Durchfahrt durch die Straße von Hormus ermöglichen.
IAEA: Bald wieder Atominspektionen im Iran
Nach dem vorläufigen Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran plant die UN-Atomaufsicht IAEA nach eigenen Angaben schon bald neue Atominspektionen in der Islamischen Republik. Die genauen Modalitäten wie Daten, Verfahren und Orte müssten jedoch noch geklärt werden, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Japan, von der die Internationale Atomenergiebehörde einen Tonmitschnitt online veröffentlichte. Grossi zufolge sieht das Abkommen ausdrücklich vor, dass die IAEA künftige Atomarbeiten des Iran überwache. „Die Inspektionen werden in der Tat stattfinden.“ Ob dies in wenigen Tagen oder einer Woche geschehe, sei dabei zweitrangig. Allerdings ließ Grossi in seinen Äußerungen auch Raum für Zweifel. So sagte er, Voraussetzung sei natürlich, dass sich die Iraner an die Vereinbarung hielten. „Wenn sie dies nicht (tun) wollen, ist das eine andere Sache“, fügte Grossi hinzu.



