Die Handball-Füchse aus Berlin haben erneut bewiesen, dass sie nicht nur auf Tempo und Technik setzen können. Nach dem hart erkämpften 28:26-Heimsieg gegen den VfL Gummersbach am Donnerstagabend zeigte sich Trainer Nicolej Krickau voll des Lobes für seine Mannschaft. „Das war ein Wahnsinnsfight. Und dass wir auch diese Qualitäten haben, das macht mich stolz. Nicht nur über Tempo und Technik, sondern auch durch den Kampf“, sagte Krickau.
Schwieriges Spiel kurz nach Pokalsieg
Erst vier Tage zuvor hatten die Füchse beim Final4 in Köln mit einer beeindruckenden Offensive und insgesamt 71 Toren in zwei Partien den Pokalsieg geholt. Gegen Gummersbach war es jedoch die Abwehr um Torhüter Dejan Milosavljev, die den Sieg sicherte. „Wir wissen alle, das ist immer schwierig nach so einem Wochenende, direkt wieder zu einem Erfolg zu kommen. Aber wir haben sehr gut gekämpft und bis zum Ende durchgehalten“, sagte der überragende Welthandballer Mathias Gidsel.
Die Mannschaft war sich bewusst, dass es gegen einen direkten Bundesliga-Konkurrenten nicht nur spielerisch laufen würde. „Das war schon klar, dass das vom Kopf ein unglaublich schwieriges Spiel ist. Deshalb sind mir einige Steine der Erleichterung herabgefallen“, gestand Geschäftsführer Bob Hanning.
Mehr Vorbereitungszeit für Veszprém-Spiele
Mit dem Sieg gegen Gummersbach untermauerten die Füchse ihre Ambitionen auf einen Champions-League-Platz. Nun können sie kurz durchpusten und regenerieren. „Mal die Situationen verarbeiten. Es geht ja nicht nur um Physis, sondern auch um den Kopf“, so Hanning. Das Team bekommt daher am Wochenende frei.
In der nächsten Woche warten die beiden Viertelfinalpartien in der Champions League gegen Veszprém HC. Am Donnerstag geht es nach Ungarn, eine Woche später steigt das Rückspiel in Berlin. Dazwischen liegt kein Bundesligaspiel – ein Vorteil, den Hanning betont: „Das ist ja bewusst von der HBL so gelegt. Und das ist Gold wert.“



