Bundeswehrübung: Zivile Hilfe zeigt Stärken und Schwächen
Bundeswehrübung: Zivile Hilfe zeigt Stärken und Schwächen

Breitenworbis – Die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und zivilen Organisationen bei der Versorgung von Marschkolonnen funktioniert grundsätzlich, zeigt aber in Details noch Verbesserungspotenzial. Dies ist das vorläufige Ergebnis der länderübergreifenden Übung „Hesse-Thuringia-Exercise“ (Hethex), die seit Mittwoch läuft.

Erkenntnisse aus der Praxis

Nach dem Eintreffen von zwei Marschkolonnen auf einem Gelände der Autobahnmeisterei Breitenworbis (Eichsfeld) stellte sich heraus, dass die Ausschilderung optimiert werden könnte. „Das gilt vor allem, wenn ausländische Soldaten Teil solcher Kolonnen sind“, sagte Oberstleutnant Claus Richter, Sprecher des Landeskommandos Thüringen, der Deutschen Presse-Agentur.

Übung mit 900 Soldaten

An Hethex 2026 nehmen etwa 900 deutsche und US-amerikanische Soldaten teil. Sie verlegen Soldaten und Großgerät über mehrere Autobahnen und werden dabei von Polizei, Feuerwehr, Landratsämtern und Autobahnmeistereien unterstützt. Zivile Liegenschaften dienen zum Tanken oder zur Verpflegung der Truppe. Nach Bundeswehrangaben ist Hethex die erste länderübergreifende Übung dieser Art in Deutschland, verantwortet von den Landeskommandos Hessen und Thüringen.

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Bürokratische Hürden im Fokus

In den kommenden Tagen wollen Bundeswehr und das Landratsamt Eichsfeld bürokratische Hemmnisse für die Zusammenarbeit analysieren. „Insgesamt ist das bisherige Fazit positiv“, betonte Richter. Die Übung läuft noch bis Sonntag.

Warum zivile Hilfe nötig ist

Bisher organisierte die Bundeswehr ihre Marschkolonnen meist selbst. Mit Hethex wird geprüft, wie zivile Infrastruktur und Einsatzkräfte einspringen können, wenn im Krisenfall große Teile der Bundeswehr an der Nato-Ostflanke gebunden sind. David Werkmeister, stellvertretender Verwaltungsstabsleiter des Landratsamtes Eichsfeld, berichtete von ersten Detailerkenntnissen: „Im genutzten Raum wären weitere Wandtafeln nützlich, um Ideen besser festzuhalten. Auch die Social-Media-Kanäle der Verwaltung sollten für die Arbeit des Verwaltungsstabes genutzt werden.“

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