Schüsse in Berlin-Neukölln: Sonderermittler übernehmen Fall
Schüsse in Neukölln: Sonderermittler eingeschaltet

In Berlin-Neukölln hat es erneut Schüsse gegeben, bei denen ein 27-jähriger Mann verletzt wurde. Die Sondermittler der Berliner Polizei und der Staatsanwaltschaft haben den Fall übernommen. Wie die Behörden mitteilten, wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt.

Tatablauf im Anita-Berber-Park

Nach bisherigen Erkenntnissen hielt sich der 27-Jährige in der Nacht gemeinsam mit einem 29-Jährigen im Anita-Berber-Park auf. Eine Gruppe von fünf bis sechs Männern sei auf die beiden zugekommen, und einer der Männer habe eine Pistole aus seiner Bauchtasche gezogen. Die beiden Männer flohen daraufhin, doch der Täter soll ihnen gefolgt sein und Schüsse abgegeben haben. Der 27-Jährige wurde von einem Schuss am Bein getroffen. Laut Polizei konnte die Streifwunde ambulant vor Ort behandelt werden.

Hintergrund: Zunahme von Schüssen in Berlin

Die Tat ereignet sich vor dem Hintergrund einer Zunahme von Schüssen in der Hauptstadt. Im November 2025 wurde bei der Polizei die Sondereinheit des Landeskriminalamtes „Ferrum“ (lateinisch für „Eisen“) eingerichtet. Die Staatsanwaltschaft zog mit der neuen Ermittlungsgruppe „Telum“ (lateinisch für „Angriffswaffe“) nach. Laut polizeilicher Kriminalstatistik verzeichnete die Polizei im vergangenen Jahr 68 Prozent mehr Straftaten als 2024, bei denen mit Waffen gedroht oder geschossen wurde. Die Ermittler verorten viele dieser Taten im kriminellen Milieu.

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Ermittlungen laufen

Die Sondermittler haben die Ermittlungen aufgenommen. Bislang sind noch viele Fragen offen, darunter die Identität der Täter und das genaue Tatmotiv. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden.

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