Die Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon bleibt äußerst fragil. Trotz der offiziellen Vereinbarung kommt es weiterhin täglich zu gegenseitigen Angriffen. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei israelischen Luftangriffen auf mehrere Orte im Südlibanon zwölf Menschen getötet und 25 weitere verletzt. Unter den Todesopfern befindet sich auch ein Kind. Die israelische Armee hat sich zu diesen Vorfällen zunächst nicht geäußert.
Israelische Armee meldet Abwehr von Drohnen und Raketen
Die israelischen Streitkräfte teilten auf der Plattform Telegram mit, sie hätten mehrere mit Sprengstoff beladene Drohnen sowie eine Rakete abgefangen, die eine Bedrohung für ihre Soldaten im Südlibanon darstellten. Dabei seien mehrere Abfangraketen gestartet worden. Laut Medienberichten wurden bei den Vorfällen im Südlibanon und in Nordisrael vier israelische Soldaten leicht verletzt.
Offizielle Waffenruhe, faktische Kämpfe
Obwohl offiziell eine Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel gilt, kommt es faktisch täglich zu Angriffen beider Seiten. Die israelischen Streitkräfte sind weiterhin mit Bodentruppen im Südlibanon präsent. Der Libanon selbst ist offiziell keine Konfliktpartei. Der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah war im Zuge des Iran-Kriegs erneut eskaliert.
USA drängen auf direkte Gespräche
Angesichts der brüchigen Waffenruhe drängen die USA auf direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon auf höchster Ebene. Die Waffenruhe war Mitte April von US-Präsident Donald Trump nach Gesprächen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun verkündet worden.



