Nobelpreisträgerin Mohammadi mit Herzproblemen im Krankenhaus
Nobelpreisträgerin Mohammadi im Krankenhaus

Die inhaftierte iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist wegen akuter Herzprobleme in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben ihres Anwalts Mostafa Nili leidet sie seit Längerem an Herzrhythmusstörungen, am Freitag sei sie jedoch plötzlich zusammengebrochen. „Sie hatte starke Schmerzen im Brustbereich und ihr Zustand hat sich dann kritisch verschlechtert“, schrieb Nili auf X. Die 54-Jährige sei daraufhin in ein Krankenhaus in der Stadt Sandschan im Nordwesten Irans gebracht worden.

Angesichts der Schwere ihrer Erkrankung benötigt sie jedoch die Behandlung durch ihre eigenen Fachärzte, so ihr Anwalt. Bereits im vergangenen Monat hatte ihr Bruder Hamid-Reza Mohammadi über den besorgniserregenden Gesundheitszustand seiner Schwester berichtet. Sie sei nach einem Herzinfarkt Ende März stark geschwächt und habe deutlich an Gewicht verloren. Mohammadi sollen Medikamente und Behandlung verweigert werden.

Familie äußert große Sorgen

Die Familie äußerte daraufhin große Sorgen. Die medizinische Versorgung im Gefängnis soll unzureichend sein, was Unterstützerinnen und Unterstützer bereits in der Vergangenheit beklagten. Dabei ging es unter anderem um die Forderung nach einer dringend notwendigen kardiologischen Versorgung. Hamid-Reza Mohammadi beschrieb in einem Post auf X, dass seiner Schwester Medikamente und Behandlung verweigert würden.

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Hintergrund zur Inhaftierung

Mohammadi, die 2023 den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und gegen die Todesstrafe in Iran erhielt, ist im Zentralgefängnis der Stadt Sandschan inhaftiert. Anfang Februar wurde sie nach Angaben ihres Anwalts erneut zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Als Zusatzstrafe wurde ein zweijähriges Ausreiseverbot verhängt sowie eine Verbannung in die iranische Kleinstadt Chosf. Gegen Mohammadi sind bereits einige mehrjährige Hafturteile ergangen.

Der Gesundheitszustand der Friedensnobelpreisträgerin bleibt kritisch. Ihre Familie und Unterstützer fordern eine angemessene medizinische Versorgung und die Freilassung der Aktivistin.

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