Stichwahl um OB-Posten: Schwerin entscheidet über Rathauschef
Stichwahl um OB-Posten: Schwerin wählt Rathauschef

Rund 78.000 wahlberechtigte Schweriner sind am Sonntag, dem 26. April, aufgerufen, in einer Stichwahl über den neuen Oberbürgermeister oder die neue Oberbürgermeisterin zu entscheiden. In der Hauptwahl am 12. April hatte keiner der insgesamt sieben Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erreicht, sodass nun die beiden bestplatzierten Bewerber gegeneinander antreten. Der Wahlsieger wird die Landeshauptstadt bis zum Jahr 2033 regieren.

Die Ausgangslage nach der Hauptwahl

In der ersten Runde erzielte Sebastian Ehlers (CDU) mit 34,2 Prozent der abgegebenen Stimmen das beste Ergebnis. Die Landtagsabgeordnete Mandy Pfeifer (SPD) erreichte mit 27,9 Prozent den zweiten Platz. Sie wurde von SPD und Die Linke nominiert und erhält zudem Unterstützung von Bündnis 90/Die Grünen sowie nach dem ersten Wahlgang von der ASK. Ihr Kontrahent Ehlers, der auch das Amt des Schweriner Stadtpräsidenten bekleidet, wird von der Schweriner FDP und dem unterlegenen Einzelkandidaten Lars Schubert unterstützt.

Die AfD, deren Kandidatin Petra Federau mit 26,3 Prozent der Stimmen die Stichwahl um rund 700 Stimmen verfehlte, hat keine Wahlempfehlung ausgesprochen. Ebenso verzichtete der parteilose Einzelbewerber Heiko Steinmüller, der 6,1 Prozent der Stimmen in der Hauptwahl holte, auf eine Empfehlung.

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Wahlorganisation und -ablauf

Am Wahltag öffnen 55 Wahllokale von 8 bis 18 Uhr ihre Türen. Zusätzlich stehen 24 Briefwahllokale zur Verfügung. Bei der Hauptwahl lag das vorläufige Ergebnis bereits gegen 19.30 Uhr vor. Für die Stichwahl wird eine noch schnellere Auszählung erwartet, da nur zwei Kandidaten zur Wahl stehen.

Wahlbeteiligung im Vergleich

Die endgültige Wahlbeteiligung am 12. April betrug 59,7 Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkte unter dem vorläufigen Ergebnis. Bei der letzten Stichwahl am 4. Juni 2023 nahmen 47,1 Prozent der Wahlberechtigten teil. Damals setzte sich Amtsinhaber Rico Badenschier gegen Herausforderer Leif-Erik Holm (AfD) durch. Badenschier hatte im September 2025 nach neun Jahren im Amt überraschend seinen Rücktritt erklärt, um in seinen früheren Beruf als Mediziner zurückzukehren. Er begründete seinen vorzeitigen Abschied mit persönlicher Erschöpfung und politischen Entscheidungen nach der Kommunalwahl 2024, die er als Oberbürgermeister nicht habe mittragen können.

Wahlhilfe und Informationen

Einen detaillierten Überblick über die programmatischen Positionen der beiden Stichwahlkandidaten bietet die SVZ-Wahlhilfe. Diese wurde von der Schweriner Volkszeitung gemeinsam mit Professor Dr. Jochen Müller von der Universität Greifswald und der gemeinnützigen Organisation Voto erarbeitet. Die Kandidaten haben ihre Zustimmung zu 37 Thesen angegeben und begründet. Interessierte Bürger können die Wahlhilfe online nutzen.

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