Schockanruf in Friedrichshafen: Senior um 100.000 Euro betrogen
Ein 93-jähriger Mann aus Friedrichshafen ist Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden. Die Täter erbeuteten über 100.000 Euro Bargeld und Wertgegenstände. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag, wie die Polizei am Freitag mitteilte.
Die Masche: Schockanruf mit erfundener Unfallgeschichte
Die Kriminellen riefen den Senior an und gaben sich als Polizeibeamte aus. Sie behaupteten, sein Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Nur durch eine sofortige Kautionszahlung könne eine Haftstrafe abgewendet werden. Unter diesem psychischen Druck übergab der 93-Jährige einem unbekannten Abholer Bargeld und Wertgegenstände im Wert von über 100.000 Euro.
Täter flüchtet unerkannt – Polizei ermittelt
Der Abholer konnte nach der Tat unerkannt entkommen. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen. Es wird geprüft, ob die Täter Verbindungen zu anderen ähnlichen Taten im Bodenseekreis haben. Die Beamten warnen eindringlich vor solchen Schockanrufen und raten, bei derartigen Anrufen sofort die 110 zu wählen.
Der Senior erlitt durch den Betrug einen erheblichen finanziellen Verlust. Seine Ersparnisse sind nun weg. Die Polizei sucht Zeugen, die am Donnerstag verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich Friedrichshafen beobachtet haben. Hinweise nimmt das Polizeipräsidium Ravensburg unter der Telefonnummer 0751/803-0 entgegen.
Präventionstipps der Polizei
Die Polizei rät: Legen Sie bei solchen Anrufen sofort auf. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Geben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte. Informieren Sie im Zweifel die Polizei über den Notruf 110. Sprechen Sie mit älteren Angehörigen über die Gefahren von Schockanrufen.



