Nadja Benaissa, bekannt als Mitglied der No Angels, ist in der neuen Staffel von „Let's Dance“ 2026 zu sehen. Die Sängerin, die in den frühen 2000ern mit Hits wie „Daylight in Your Eyes“ und „There Must Be an Angel“ berühmt wurde, startet nun solo auf dem Tanzparkett. Doch wie lebt sie abseits der Bühne? Ein Blick auf ihre Herkunft, Familie, Beziehungen und ihr Engagement.
Herkunft und Familie
Nadja Benaissas kulturelle Wurzeln sind vielfältig: Ihr Vater stammt aus Marokko, ihre Mutter ist serbisch-jugoslawisch-deutsch. Lange haderte sie mit ihrer Identität, wie sie 2010 in einem Interview mit der taz erklärte: „Ich bin keine Marokkanerin, ich habe zwar viel von diesem Temperament mitbekommen, aber ich werde in Marokko niemals als Marokkanerin akzeptiert. Ich spreche auch kein Arabisch. Die serbische Familie lebt schon lange in Deutschland, da fühle ich mich zwar zugehörig, aber es ist auch nicht mein Weg.“ Mit der Zeit fand sie ihren eigenen Weg, ließ sich aber von beiden Kulturen prägen: „Ein Wochenende bei der Kopftuchoma, am anderen kommt die serbische Großmutter und macht Käsestrudel – so was ist schön. All diese Einflüsse haben mich zu einem toleranten Menschen gemacht.“
Tochter und Mutterrolle
Mit 17 Jahren wurde Nadja Benaissa Mutter. Ihre Tochter ist heute erwachsen und hält sich aus der Öffentlichkeit heraus. 2025 verriet die Sängerin in der NDR Talk Show, dass ihre Tochter ebenfalls künstlerische Ambitionen hatte: „Als sie Jugendliche war, so mit 14, 15 Jahren, hat sie mich mal gefragt. Da war gerade 'The Voice Kids' neu. Da hab ich ihr gesagt, da gehst du auf gar keinen Fall hin.“
Karriere mit den No Angels
Benaissa startete ihre Karriere 2000 bei der ersten Staffel von „Popstars“. Gemeinsam mit Lucy Diakovska, Sandy Mölling, Vanessa Petruo und Jessica Wahls bildete sie die No Angels. Die Band wurde zur erfolgreichsten Girlgroup Europas: Mit der Debütsingle „Daylight in Your Eyes“ und dem Album „Elle'ments“ erreichten sie Platz eins in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Weitere Hits wie „When the Angels Sing“, „Rivers of Joy“ und „Feelgood Lies“ folgten. Alben wie „Now … Us!“ und „Pure“ verkauften sich millionenfach. Ende 2003 löste sich die Band auf, kam aber 2007 ohne Vanessa Petruo zurück.
ESC-Teilnahme und erneutes Comeback
2008 vertraten die No Angels Deutschland beim Eurovision Song Contest, erreichten jedoch nur Platz 23 von 25 mit dem Song „Disappear“. Das Album „Welcome to the Dance“ (2009) und die Single „One Life“ konnten nicht an frühere Erfolge anknüpfen. 2014 trennte sich die Band erneut. 2021 feierten sie ein Comeback zum 20-jährigen Jubiläum von „Daylight in Your Eyes“ mit dem Album „20“. Seitdem stehen sie wieder regelmäßig gemeinsam auf der Bühne. Für 2026 ist eine Sommertour unter dem Motto „TwentyFiveLive“ geplant.
Solo-Karriere und Rückzug
Nach der ersten Trennung 2003 zog sich Benaissa zurück, um sich ihrer Tochter zu widmen. Sie veröffentlichte deutschsprachige Songs und arbeitete mit Künstlern wie Moses Pelham und Rapper Fler zusammen. 2006 erschien ihr Solo-Debütalbum „Schritt für Schritt“. Von 2014 bis 2018 zog sie sich komplett aus der Öffentlichkeit zurück.
Privatleben: Beziehungen und Drogen
Über ihr Privatleben ist wenig bekannt. Den Vater ihrer Tochter hält sie geheim. 2022 bestätigte sie t-online, dass sie sich kürzlich getrennt habe: „Ich bin froh, dass es vorbei ist. Wir sind aber nicht im Bösen auseinander gegangen. Er ist ein toller Mensch, aber ich genieße jetzt die Zeit mit mir selbst.“ In jungen Jahren flüchtete sie sich in Alkohol und Drogen, wie sie der Zeit sagte: „Ich flüchtete mich in Alkohol und Drogen, um irgendwie zurechtzukommen.“
Engagement gegen HIV und Rassismus
Seit Jahren kämpft Benaissa gegen HIV und Aids. Im Dezember 2025 unterzeichnete sie die Petition „Weckruf zum Welt-Aids-Tag: Verhindert die Rückkehr von Aids!“. Auch gegen Rassismus engagiert sie sich, da sie selbst und ihre Tochter Alltagsrassismus erlebt haben. Sie trat mehrfach vor TV-Kameras auf, um Aufklärungsarbeit zu leisten.
„Let's Dance“ 2026
Nadja Benaissa ist Teil der „Let's Dance“-Staffel 2026. Sie folgt damit ihrer No-Angels-Kollegin Sandy Mölling, die 2006 den dritten Platz belegte. Ob Benaissa noch besser abschneiden kann, wird sich zeigen.



