Der Hamburger SV muss im Abstiegskampf der Bundesliga die kommenden zwei Spiele auf Angreifer Philip Otele verzichten. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitag mitteilte, wurde der Einspruch des Aufsteigers gegen die ausgesprochene Sperre abgelehnt. Otele war im Nordderby gegen Werder Bremen am vergangenen Wochenende mit einer Roten Karte des Feldes verwiesen worden.
DFB begründet Ablehnung
„Wir gehen von rücksichtslosem Verhalten des Spielers Otele und damit von rohem Spiel aus. Spieler Otele hatte die Gefahr erkannt, die von seinem Einsatz in hohem Tempo und mit großer Dynamik ausging“, begründete Stephan Oberholz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, die Entscheidung. „Dabei hat er die Gefährdung des Gegenspielers in Kauf genommen.“
HSV-Vorstand und Trainer reagieren
HSV-Vorstand Eric Huwer hatte bereits kurz nach der Partie verkündet, gegen eine mögliche Zwei-Spiele-Sperre vorgehen zu wollen. Trainer Merlin Polzin zeigte sich noch am Donnerstag zuversichtlich, dass eine Entscheidung zugunsten des Hamburger Angreifers gefällt werden würde. Nun aber steht Otele bei den Partien gegen die TSG Hoffenheim am Samstag (18.30 Uhr/Sky) und eine Woche später bei Eintracht Frankfurt nicht zur Verfügung.
Der Verlust des Angreifers wiegt schwer für den HSV, der im Abstiegskampf dringend Punkte benötigt. Die kommenden Spiele gegen Hoffenheim und Frankfurt könnten richtungsweisend sein. Ob der HSV ohne Otele die nötige Durchschlagskraft besitzt, bleibt abzuwarten.



