Nach dem verheerenden Erdbeben in Venezuela haben Rettungskräfte ein Baby lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses geborgen. Das Wunder ereignete sich in der besonders stark betroffenen Region, während Helfer unermüdlich nach Überlebenden suchen. Das Beben der Stärke 7,8 forderte nach ersten Schätzungen Hunderte Tote und ließ ganze Stadtviertel in Schutt und Asche sinken.
Rettung unter schwierigsten Bedingungen
Die Bergung des Säuglings gelang nach stundenlangem Einsatz von Feuerwehr und freiwilligen Helfern. „Wir hörten ein leises Wimmern und gruben uns Zentimeter für Zentimeter durch Beton und Stahl“, berichtete ein Einsatzleiter vor Ort. Das Baby wies leichte Unterkühlung auf, wurde aber medizinisch versorgt und ist außer Lebensgefahr. Es ist eines von mehreren Kindern, die in den letzten Stunden gerettet wurden.
Internationale Hilfe läuft an
Während die Rettungsarbeiten in den betroffenen Gebieten fortgesetzt werden, rollt internationale Hilfe an. Mehrere Länder haben Suchmannschaften und medizinisches Personal entsandt. Auch Deutschland bereitet einen Hilfseinsatz vor: Das Technische Hilfswerk (THW) stellt ein Team von 30 Spezialisten zusammen, das noch heute nach Venezuela aufbrechen soll. „Wir stehen bereit, um zu helfen, wo immer es nötig ist“, erklärte ein Sprecher des THW.
Zahl der Opfer steigt weiter
Die offizielle Zahl der Todesopfer liegt derzeit bei über 500, doch Behörden befürchten, dass sie noch deutlich steigen könnte. Tausende Menschen wurden obdachlos, viele verbringen die Nacht im Freien aus Angst vor Nachbeben. Krankenhäuser arbeiten am Limit, es mangelt an Blutkonserven und Medikamenten. Die venezolanische Regierung hat den Notstand ausgerufen und um internationale Unterstützung gebeten.
Hoffnung inmitten der Katastrophe
Trotz der verheerenden Zerstörung gibt es immer wieder bewegende Rettungsgeschichten. Neben dem Baby konnten Helfer auch mehrere Tiere aus den Trümmern befreien. In einer Stadt im Epizentrum wurden zwei Schwestern nach 112 Stunden lebend geborgen – sie galten bereits als vermisst. „Jedes gerettete Leben gibt uns Kraft, weiterzumachen“, so ein Rettungshelfer. Die Bergungsarbeiten konzentrieren sich nun auf die am stärksten betroffenen Viertel, in denen noch viele Menschen vermisst werden.



