Wolf bei Verkehrsunfall schwer verletzt – Jäger muss Tier notschlachten
In der Nacht zum Donnerstag kam es im Landkreis Cuxhaven zu einem tragischen Verkehrsunfall mit einem Wolf. Das Wildtier wurde bei dem Zusammenstoß mit einem Auto schwer verletzt und musste anschließend von einem Jäger notgeschlachtet werden.
Unfallhergang und Folgen
Laut Polizeiangaben kreuzte der Wolf in der Nacht die Fahrbahn zwischen Neuenwalde und Debstedt in der Nähe von Geestland. Der 39-jährige Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und erfasste das Tier bei dem Zusammenstoß. Der Wolf schleppte sich nach dem Aufprall auf einen Grünstreifen zwischen Leitplanke und Wildschutzzaun.
Eine hinzugezogene Amtstierärztin stellte bei dem verletzten Wolf so schwere Verletzungen fest, dass sie die sofortige Tötung des Tieres anordnete. Ein Jagdberechtigter führte daraufhin die Notschlachtung durch. Der Fahrer des beteiligten Fahrzeugs blieb bei dem Unfall glücklicherweise unverletzt.
Schadenshöhe und regionale Bedeutung
Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf knapp 10.000 Euro. Solche Unfälle mit Wildtieren, insbesondere mit geschützten Arten wie dem Wolf, werfen regelmäßig Fragen zum Zusammenleben von Mensch und Wildtier in besiedelten Gebieten auf.
Der Vorfall zeigt erneut die Gefahren, die entstehen können, wenn Wildtiere Verkehrswege kreuzen. Besonders in der Dämmerung und nachts ist die Sichtbarkeit von Wildtieren auf Straßen eingeschränkt, was zu gefährlichen Situationen führen kann.



