Frostgefahr in der Nacht: Obstbauern in Sachsen und Sachsen-Anhalt in Alarmbereitschaft
Die angekündigten Nachtfröste stellen eine ernste Bedrohung für die Obstblüte in Plantagen und Kleingärten dar. Besonders betroffen sind die Regionen Sachsen und Sachsen-Anhalt, wo die Kirschbäume derzeit in voller Blüte stehen. Diese Blütenphase ist extrem anfällig für Minusgrade, wie Carmen Stefanie Kaps vom Obstbauverband beider Länder erklärt.
Schutzmaßnahmen gegen die Kälte: Feuer und Beregnung im Einsatz
Um die empfindlichen Blüten zu schützen, setzen Obstbauern auf verschiedene Methoden. Wo es möglich ist, werden wärmende Feuer entzündet oder Frostschutzberegnung eingesetzt. Allerdings sind diese Maßnahmen mit erheblichen Kosten und Aufwand verbunden. Die Feuer sind teuer in der Anschaffung und Unterhaltung, während für die Beregnung große Wassermengen benötigt werden. „Man muss es die ganze Nacht durchregnen lassen und das auf mehreren Hektar“, erläutert Kaps die Herausforderungen.
Wetterprognose und historische Erinnerungen
Laut dem Deutschen Wetterdienst ist in der Nacht zu Mittwoch gebietsweise mit Frost zu rechnen. Diese Prognose lässt nicht nur Obstbauern, sondern auch Winzer im sächsischen Elbtal aufhorchen, die bereits angekündigt haben, ihre Weinreben mit Feuern vor den Minusgraden schützen zu wollen. Die Sorgen sind berechtigt, denn das Frühjahr 2024 ist vielen noch schmerzlich in Erinnerung: Damals vernichteten mehrere Frostnächte die Obsternte in Plantagen und Gärten weitgehend.
Die aktuelle Situation unterstreicht die Anfälligkeit der Landwirtschaft gegenüber Wetterextremen und die Notwendigkeit effektiver Schutzstrategien. Obstbauern und Kleingärtner hoffen nun, dass ihre Bemühungen ausreichen, um die diesjährige Ernte zu sichern.



