RB Leipzig triumphiert bei Werners emotionaler Rückkehr ins Weserstadion
Zum ersten Mal seit seinem Abschied als Werder-Coach kehrte Ole Werner ins Weserstadion zurück – doch von sportlichen Gastgeschenken wollte der 37-Jährige nichts wissen. Seine RB Leipzig-Elf gewann ein hart umkämpftes Bundesliga-Spiel mit 2:1 (1:0) gegen den abstiegsbedrohten SV Werder Bremen und festigte damit die Champions-League-Plätze.
Leipzig behauptet Tabellenposition vor Hoffenheim
Vor 40.000 Zuschauern im voll besetzten Weserstadion erzielten Antonio Nusa in der 15. Minute und Romulo in der 52. Minute die entscheidenden Treffer für die Sachsen. Der erst in der Nachspielzeit erzielte Anschlusstreffer durch den 20-jährigen Salim Musah (90.+4) kam für die Bremer zu spät. Mit diesem Sieg behauptete RB Leipzig seine Position vor dem Verfolger TSG Hoffenheim in der Bundesliga-Tabelle.
Die Bremer müssen dagegen weiter im Abstiegskampf zittern, da sie bereits seit 2019 auf einen Sieg gegen Leipzig warten. Mit einem Abstand von vier Punkten auf den Relegationsplatz bleibt die Situation angespannt, zumal der FC St. Pauli am Sonntag bei Union Berlin noch antreten kann.
Bitteres Comeback für Bremer Verteidiger Pieper
Besonders tragisch verlief das Spiel für Werder-Verteidiger Amos Pieper, der nach seiner Knie-Operation notgedrungen sein Comeback feierte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit prallte der Abwehrspieler nach einem Kopfballduell unglücklich auf dem Boden auf und musste ausgewechselt werden. Zuletzt hatte Pieper im Januar auf dem Rasen gestanden.
Die Defensivsituation war für Werder ohnehin angespannt, da die Bremer ohne ihre Leistungsträger Jens Stage im Mittelfeld und Innenverteidiger Karim Coulibaly auskommen mussten. Beide hatten sich im Training Blessuren zugezogen.
Werners emotionale Rückkehr an alte Wirkungsstätte
Über der gesamten Partie schwebte die Rückkehr des ehemaligen Werder-Coaches Ole Werner, der in knapp dreieinhalb Jahren die Bremer von einem Zweitligisten zum Europapokalanwärter formte, bevor es ihn im Sommer nach Sachsen zog.
„Natürlich ist es etwas Besonderes, wenn du zum ersten Mal wieder an alter Wirkungsstätte spielst“, hatte der RB-Coach vor der Partie erklärt. Seine Mannschaft ließ zunächst dem Gegner den Ball und setzte auf Konter, was sich schließlich auszahlte.
Historisches Österreich-Duell und starke Torhüterleistung
Ein besonderes Detail des Spiels war die Rekordzahl von sechs österreichischen Spielern, die gleichzeitig auf dem Platz standen – laut Datenanbieter Opta ein Novum in der Bundesliga-Geschichte. Der auffälligste Österreicher war Werder-Spieler Romano Schmid, der in der ersten Halbzeit mehrmals am starken RB-Keeper Maarten Vandevoordt scheiterte.
Der belgische Torhüter zeigte eine herausragende Leistung und parierte mehrere gefährliche Schüsse der Bremer, darunter einen zentralen Schuss von Schmid und eine Chance von Justin Njinmah kurz vor der Halbzeitpause.
Leipzigs effiziente Chancenverwertung entscheidet das Spiel
Direkt im Gegenzug zu Schmids vergebener Chance gingen die Sachsen in Führung: Antonio Nusa zog flach von der Strafraumkante ab und sein Schuss krachte unten links ins Tor. Die mutige Spielweise der Bremer öffnete immer wieder große Räume für die Gäste, die diese effizient nutzten.
Nach der Pieper-Verletzung folgte der nächste Dämpfer für die Bremer, als Romulo vom Chaos im Strafraum profitierte und unbedrängt die Führung auf 2:0 ausbaute. Das Spiel flachte danach merklich ab, und auch die eingewechselten Bremer um den teuren Sommer-Zugang Samuel Mbangula sorgten kaum für Gefahr.
Erst in der Nachspielzeit gelang Werder mit Musahs erstem Ligator im dritten Spiel noch der Anschlusstreffer – doch für mehr reichte es nicht. RB Leipzig feierte einen wichtigen Auswärtssieg, während Werder Bremen weiter im Abstiegskampf kämpfen muss.



