Hansa Rostock verliert wichtiges Heimspiel im Aufstiegsrennen
Der FC Hansa Rostock hat im Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga einen schweren Rückschlag erlitten. Im Ostseestadion unterlagen die Hanseaten am Sonntag Viktoria Köln mit 2:3 und verpassten damit die Chance, in der Tabelle der 3. Fußball-Liga weiter aufzuschließen.
Ein Tag der Gegensätze im Ostseestadion
Das Rostocker Ostseestadion erlebte einen Tag voller Kontraste. Am Vormittag noch herrschte internationale Aufmerksamkeit und Freude, als Caterer des Stadions mit einem 42,37 Meter langen Fischbrötchen einen offiziellen Weltrekord aufstellten. Das längste Fischbrötchen der Welt sorgte für strahlende Gesichter und positive Schlagzeilen.
Doch am Nachmittag kehrte die harte Realität des Drittliga-Fußballs zurück. Vor heimischer Kulisse musste Hansa Rostock eine schmerzhafte Niederlage gegen Viktoria Köln hinnehmen, die den Aufstiegstraum der Norddeutschen deutlich erschütterte.
Frühe Gegentore entscheiden das Spiel
„Das Spiel darfst du niemals verlieren“, kommentierte ein sichtlich enttäuschter Trainer Daniel Brinkmann nach der Partie. „Bei beiden Toren führen wir die Zweikämpfe, gewinnen sie aber nicht.“ Damit bezog sich der 40-jährige Trainer auf die frühen Gegentore durch Leonhard Münst in der 29. Minute und David Otto in der 41. Minute, die Hansa bereits in der ersten Halbzeit mit 0:2 zurückwarfen.
Obwohl die Rostocker das Spiel gestalteten und mehr Ballbesitz hatten, fehlte es an der nötigen Durchschlagskraft im gegnerischen Strafraum. Viktoria Köln präsentierte sich dagegen effizient und eiskalt vor dem Tor.
Späte Tore kommen zu spät
Nach dem 0:3 durch Yannick Tonye in der 54. Minute schien die Partie endgültig entschieden. Doch Hansa Rostock zeigte Moral und kämpfte sich zurück. David Hummel, gerade erst eingewechselt, erzielte in der 81. Minute den Anschlusstreffer. In der vierten Minute der Nachspielzeit verkürzte Andreas Voglsammer sogar auf 2:3.
Für den möglichen Ausgleich oder sogar einen Punktgewinn blieb jedoch keine Zeit mehr. Die späte Aufholjagd der Hanseaten blieb unbelohnt und die wichtige Heimpartie ging verloren.
Tabellensituation verschärft sich
Die Niederlage wiegt besonders schwer, da alle drei direkten Aufstiegskonkurrenten – Osnabrück, Essen und Cottbus – ihre Spiele gewannen. Damit vergrößerte sich der Abstand zu den begehrten Aufstiegsplätzen deutlich.
Hansa Rostock liegt nun mit 53 Punkten auf Platz sechs und hat vier Punkte Rückstand auf den drittplatzierten Cottbus (Relegationsplatz) sowie fünf Punkte auf den zweitplatzierten Essen (direkter Aufstiegsplatz). Der Druck vor dem nächsten Auswärtsspiel am Mittwochabend gegen den SC Verl ist damit erheblich gestiegen.
Team zeigt sich kämpferisch
Trotz der Enttäuschung bewies die Mannschaft Moral. „Wenn es eine Mannschaft gibt, die mit dieser Drucksituation umgehen kann, dann wir“, sagte Hansa-Spieler Maximilian Krauß entschlossen nach dem Spiel.
Trainer Brinkmann betonte: „Trotzdem fand ich die Reaktion der Mannschaft nach jedem Tor gut. Man hatte nicht das Gefühl, dass hier irgendwer irgendwas wegschenkt.“
Weltrekord als kleiner Trost
Als kleiner Lichtblick blieb der am Vormittag aufgestellte Weltrekord für das längste Fischbrötchen der Welt. Das Catering-Team des Ostseestadions benötigte knapp zwei Stunden, um hunderte Bismarckheringe, Salatblätter, Gewürzgurken und Zwiebeln auf einer Länge von 42,37 Metern anzuordnen. Das Rekord-Institut Deutschland bestätigte die neue Bestmarke offiziell.
Doch dieser Erfolg konnte die Enttäuschung über die sportliche Niederlage nicht wettmachen. Hansa Rostock steht nun unter erheblichem Druck, im weiteren Saisonverlauf den Anschluss an die Aufstiegsplätze nicht zu verlieren.



