WhatsApp-Entlassung: Ghana-Stars erfahren per Chat vom Trainer-Aus nach Deutschland-Spiel
Ghana-Stars: Trainer-Aus per WhatsApp nach Deutschland-Spiel

WhatsApp-Entlassung schockiert Ghana-Nationalspieler nach Deutschland-Spiel

Nur wenige Stunden nach dem Abpfiff des Testspiels zwischen Deutschland und Ghana, das mit einem 2:1-Sieg für die DFB-Elf endete, wurden die Nationalspieler des westafrikanischen Landes auf ungewöhnliche Weise mit einer schwerwiegenden Nachricht konfrontiert. Der Bundesliga-Profi Derrick Köhn, der über die volle Spielzeit gegen Deutschland auf dem Platz stand, hat nun enthüllt, dass er und seine Teamkollegen per WhatsApp über die Entlassung von Nationaltrainer Otto Addo informiert wurden.

Plötzliche Nachricht in der Gruppen-Chat schockiert Spieler

„Das kam alles wirklich sehr plötzlich und überraschend“, schilderte der gebürtige Hamburger im Bild-Podcast „Stammplatz“. „Ich war auch selbst überrascht, dass es so schnell nach dem Spiel öffentlich gemacht wurde.“ Köhn beschrieb die Situation detailliert: „Das war so eine Stunde, anderthalb Stunden nach dem Spiel. Auf einmal kam eine Nachricht in die WhatsApp-Gruppe. Wir waren alle mit Familien und Bekannten unterwegs, jeder war verstreut.“ Die Reaktion der Spieler war eindeutig: „Wir waren alle schon ein bisschen geschockt.“

Der Linksverteidiger, der in der Bundesliga für Union Berlin aufläuft und das zwischenzeitliche 1:1 gegen Deutschland vorbereitet hatte, bedauert den Abschied von Addo zutiefst. Dieser hatte Köhn erst in die ghanaische Nationalmannschaft geholt. „Für mich ist es natürlich sehr traurig. Ich bin durch ihn in die Nationalmannschaft gekommen. Er ist ein besonderer Mensch, ich bin ihm ein Leben lang dankbar“, betonte der Union-Profi.

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Löw dementiert Gerüchte – WM-Zukunft ungewiss

Ghana hatte sich nach der 1:2-Niederlage in Stuttgart offiziell von Nationalcoach Addo getrennt. Wer die afrikanische Nation bei der anstehenden Weltmeisterschaft in Nordamerika trainieren wird, ist jedoch noch völlig offen. Nach ersten Gerüchten um ein mögliches Engagement von Joachim Löw dementierte der Weltmeister-Trainer entsprechende Medienberichte am Freitag entschieden.

Für die Spieler bedeutet diese ungewisse Situation zusätzliche Unsicherheit. Köhn äußerte sich zur bevorstehenden WM in Gruppe L, in der Ghana auf England, Kroatien und Panama trifft: „Ich hoffe, dass wir mit Ghana einen neuen guten Trainer bekommen, der dann bei der Weltmeisterschaft versucht, ein großes Turnier zu spielen.“ Er analysierte die Gegner: „Mit England und Kroatien sind es zwei Brocken, die auf uns zukommen. Bei Panama bin ich ehrlich, die kenne ich nicht so, habe ich nicht so auf dem Schirm.“ Trotz der turbulenten Umstände bleibt die Motivation hoch: „Wir wollen versuchen, der Nation Ghana einfach Freude zu bereiten.“

Die unkonventionelle Art der Informationsübermittlung per WhatsApp-Gruppe hat in der Fußballwelt für Aufsehen gesorgt und wirft Fragen zur Kommunikationskultur im Profisport auf. Während die Suche nach einem Nachfolger für Otto Addo läuft, müssen die Spieler mit dieser ungewöhnlichen Erfahrung umgehen und sich auf die Herausforderungen der WM vorbereiten.

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