Marie-Louise Eta wartet weiter auf die ersten Punkte als Cheftrainerin des 1. FC Union Berlin. Nach der 1:3-Niederlage bei RB Leipzig am Samstag zeigte sich die 34-Jährige dennoch zuversichtlich. „Ich habe eine Mannschaft gesehen, die immer an sich geglaubt hat, sich dagegengestemmt hat. Auch die Jungs, die reingekommen sind, haben einen guten Impuls gegeben. Ich glaube, wir können da viel rausziehen“, sagte Eta nach der Partie in Leipzig.
Für Union war es die siebte Niederlage in den vergangenen zehn Spielen. Die sportliche Krise hatte zuvor zur Trennung von Cheftrainer Steffen Baumgart geführt. Eta übernahm daraufhin als erste Frau das Amt einer Cheftrainerin in der Fußball-Bundesliga. Trotz der erneuten Niederlage sieht die Trainerin positive Entwicklungen. „Wir hatten gute Ballgewinne, aber daraus dann einfach zu wenig gemacht. Da hat uns der Mut im Ballbesitz gefehlt, die Situation konsequenter auszuspielen“, analysierte sie.
Eta: Mannschaft hat „weiter dran geglaubt“
Mit Blick auf die bedrohliche Lage im Abstiegskampf fügte Eta hinzu: „Ich habe eine Mannschaft gesehen, die weiter dran geglaubt hat, die Jungs sind zusammengeblieben, haben sich weiter unterstützt. Wir konnten nicht erwarten, dass wir in kurzer Zeit alles auf links drehen.“ Der Zusammenhalt sei ein wichtiges Signal für die kommenden Aufgaben.
Am kommenden Wochenende empfängt Union Berlin den 1. FC Köln im heimischen Stadion. „Da wollen wir drei Punkte holen“, kündigte Eta selbstbewusst an. Mit 32 Punkten haben die Berliner derzeit sechs Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz, den der FC St. Pauli belegt. Die Leipziger festigten unterdessen mit dem Sieg Rang drei in der Tabelle und damit ihr großes Ziel, die Qualifikation für die Champions League.
Die Mannschaft von Union Berlin zeigte in Leipzig eine kämpferische Leistung, konnte aber die spielerischen Defizite nicht vollständig kompensieren. Eta betonte, dass die kurze Vorbereitungszeit nach ihrer Übernahme nicht ausgereicht habe, um alle Abläufe zu optimieren. Dennoch sei der Wille spürbar gewesen, sich gegen die Niederlage zu stemmen.



