Historische Europapokal-Erfolge: SC Freiburg und Mainz 05 erreichen erstmals Viertelfinale
Was dem Kulttrainer Christian Streich mit dem SC Freiburg nie gelang, hat nun sein Nachfolger Julian Schuster geschafft. Der Club zieht in der Europa League ebenso in die nächste Runde ein wie Mainz 05 in der Conference League. Beide Vereine feiern damit historische Erfolge in ihrer Europacup-Geschichte.
Freiburgs Kantersieg gegen Genk
Der SC Freiburg setzte sich im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League gegen den KRC Genk mit einem überzeugenden 5:1 (2:1) durch. Damit machte die Mannschaft die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel mehr als wett. Vincenzo Grifo krönte sich mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 3:1 zum Rekordtorjäger des Clubs. Sein 106. Pflichtspieltor übertrifft den bisherigen Bestwert von Ex-Stürmer Nils Petersen.
Matthias Ginter (19. Minute) und Igor Matanovic (25. Minute) brachten den Sport-Club früh in Führung. Den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer für die Gäste erzielte Matte Smets (39. Minute). Doch dann machten Grifo, Yuito Suzuki (56. Minute) und Maximilian Eggstein (79. Minute) den fünften Heimsieg im fünften Heimspiel des laufenden Wettbewerbs klar.
Im Viertelfinale trifft Freiburg nun auf Celta Vigo, derzeit Sechster in der spanischen La Liga. In den Spielzeiten 2022/23 und 2023/24 waren die Breisgauer unter Christian Streich jeweils im Achtelfinale ausgeschieden. Trainer Julian Schuster gelang nun erstmals der Einzug in die Runde der letzten acht.
„Es entsteht immer so ein Gefühl im Laufe der Woche. Man hat es einfach gemerkt bei den Jungs, sie waren voll da“, sagte Schuster bei RTL.
Mainz 05 besiegt Sigma Olmütz
Auch der FSV Mainz 05 ist erstmals in der Vereinshistorie in ein Europapokal-Viertelfinale eingezogen. Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer besiegte Sigma Olmütz im Achtelfinal-Rückspiel der Conference League verdient mit 2:0 (0:0). Das Hinspiel in Tschechien war 0:0 ausgegangen.
Im ausverkauften Mainzer Stadion erzielten Stefan Posch (46. Minute) und Armindo Sieb (82. Minute) die Tore für die Rheinhessen. Mainz beendete die Partie in Überzahl, weil Olmütz-Mittelfeldspieler Peter Barath Gelb-Rot sah (76. Minute).
„Ich glaube, wir sind verdient eine Runde weiter gekommen“, sagte Verteidiger Danny da Costa bei RTL nach dem Spiel. Mit Blick auf das Finale in Leipzig dürfe jeder träumen, fügte er hinzu, „aber wir tun gut daran, uns von Spiel zu Spiel heranzutasten.“
Mainz’ Gegner in der nächsten Runde ist entweder Racing Straßburg oder das kroatische Team von HNK Rijeka. Diese historischen Erfolge markieren einen Meilenstein für beide Clubs und unterstreichen die wachsende Stärke deutscher Mannschaften im europäischen Fußball.



