Oster-Erlösung: Energie Cottbus feiert klaren 3:0-Sieg beim TSV Havelse
Was für ein Lebenszeichen im Aufstiegskampf! Energie Cottbus hat am Karsamstag einen überzeugenden 3:0-Auswärtssieg beim TSV Havelse gefeiert. Nach drei Partien ohne Erfolg meldeten sich die Lausitzer im Rennen um die 2. Liga eindrucksvoll zurück. Passend zum bevorstehenden Osterfest erlöste sich Cottbus mit einem echten Hasen-Auftritt, denn die Brandenburger waren für die völlig überforderten Niedersachsen viel zu flink auf den Beinen und vernaschten Havelse wie Schoko-Eier.
Frühe Führung durch schnelle Kombination
Schon früh hätte Moritz Hannemann bei einer Doppelchance in der 16. und 18. Minute zum 1:0 treffen können. Beim zweiten Versuch hielt TSV-Keeper Norman Quindt im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf hin. Doch dann war es passiert: Über eine schnelle Drei-Stationen-Kombination wurde Axel Borgmann frei gespielt, der souverän ins linke kurze Eck einspitzelte – 1:0 in der 20. Minute!
Wollitz‘ Systemwechsel geht voll auf
Energie Cottbus blieb voll am Drücker und machte dabei den taktischen Wechsel von Trainer Claus-Dieter Wollitz bezahlt. Dieser hatte an Spielmacher Tolcay Cigerci festgehalten, der nach kurzzeitiger Formschwäche nicht wiederzuerkennen war. Der Regisseur versenkte nach einem Querpass von Erik Engelhardt direkt nach Ballgewinn zum 2:0 in der 23. Minute.
Die offensivere Ausrichtung mit Jannis Boziaris, der für Justin Butler in der Startelf stand, wirkte sich positiv aus. Dies hatte zur Folge, dass Hannemann als neue taktische Variante die zweite Spitze neben Engelhardt bildete. Das 4:1:3:2-System statt des zuvor praktizierten 4:2:3:1 könnte auch Zukunft haben.
Ergebnis hätte noch höher ausfallen können
Während Havelse vermeintlich die Ostereier auf dem Feld suchte, hätte Energie Cottbus das Ergebnis noch höher schrauben können. Simon Straudi legte aus höchstem Tempo quer und Borgmann verpasste – auch dank eines starken Quindt-Reflexes – das sichere 3:0 in der 33. Minute.
Erst danach kamen die Gastgeber auch mal zu Chancen. Robin Müller setzte sich nach einem Patzer der FCE-Defensive bei einem Konter durch, brachte das Leder aber nicht an Torhüter Marius Funk vorbei. Sonst war das Resultat zur Halbzeit jedoch weiter eher zu tief als zu hoch.
Gnadenloser Abschluss im zweiten Durchgang
Nach kurzem Aufflackern von Havelse zu Beginn des zweiten Durchgangs stach Cottbus erneut gnadenlos zu. Engelhardt und Cigerci tanzten sich auf links durch und Hannemann drückte die Kugel aus Kurzdistanz ins Netz zum 3:0 in der 57. Minute. Anschließend betrieb Energie weiter Chancenwucher, ließ die Möglichkeit aus, einen richtig hohen Kantersieg einzufahren.
Trotzdem reicht es vorerst für den Sprung unter die ersten Drei der Tabelle. Schon am Dienstag um 19 Uhr geht es mit dem Heimspiel gegen 1860 München weiter, am Sonntag muss das Wollitz-Team zu Spitzenreiter VfL Osnabrück.



