Beim FC Chelsea herrscht nach der Entlassung von Liam Rosenior endgültig Chaos. Ex-Kapitän John Terry warnt eindringlich vor der Situation und befürchtet, dass kein Top-Trainer zu den Blues will.
Chaos nach Rosenior-Entlassung
Der FC Chelsea steckt bis zum Hals in der Krise. Nach der Entlassung von Manager Liam Rosenior am Mittwoch taumelt der angeschlagene Klub auf das Ende einer katastrophalen Saison zu. Wie es im Sommer weitergeht? Völlig unklar. Genau davor hat nun auch Chelsea-Legende und Ex-Kapitän John Terry eindringlich gewarnt – er fragt sich: Welcher Trainer würde sich dieses Himmelfahrtskommando an der Stamford Bridge überhaupt antun wollen? „Ich sitze heute Abend hier und mache mir Sorgen darüber, wie es mit unserem Fußballverein weitergehen wird“, erklärte der Engländer auf seinem TikTok-Account.
Chelsea-Legende zweifelt an passendem Nachfolger
Nach der fünften Ligapleite in Folge ohne eigenes Tor (0:3 gegen Brighton) musste der junge Rosenior nach nicht einmal vier Monaten schon wieder seine Koffer packen. In der englischen Presselandschaft herrschte Konsens: Bereits die Anstellung des unerfahrenen Engländers, der von Chelseas Partnerklub Racing Straßburg gekommen war, sei ein Fehler der Klubführung gewesen. Straßburg ist genau wie Chelsea im Besitz der Investorengruppe BlueCo. Die laufende Saison zu Ende bringen soll nun zunächst der ehemalige U21-Trainer Calum McFarlane, der bereits im Januar nach der Entlassung von Enzo Maresca eingesprungen war. Doch was kommt danach? „Wird in der aktuellen Situation, in der wir uns befinden, überhaupt ein echter Top-Trainer zum Chelsea Football Club kommen?“, fragte Terry rhetorisch. Er selbst habe einige Zweifel, einen großen Namen an die Stamford Bridge lotsen zu können.
Top-Kandidat noch nicht in Sicht
In den englischen Medien wird jedoch bereits vor allem ein Name gehandelt: Andoni Iraola, der noch bei Chelseas Ligakonkurrenten AFC Bournemouth unter Vertrag steht und kurz davor ist, die „Cherries“ in den Europapokal zu führen. Nach der laufenden Saison wird Iraola aber von Marco Rose abgelöst. Auch Fulham-Coach Marco Silva oder Chelseas Ex-Spieler Felipe Luis und Cesc Fabregas werden als Optionen gelistet. Einen echten Top-Kandidaten sollen die Blues aber noch nicht haben, vermeldete Sky Sports. Unabhängig davon, wer es letztendlich wird: Der neue Coach wäre Chelseas sechster Trainer in den vergangenen vier Jahren.
Letzte Titelchance im Pokal: Chelsea will Saison retten
Vereins-Ikone Terry kennt diesen hohen Verschleiß an Übungsleitern nur allzu gut: „Ich habe in meiner Zeit als Chelsea-Kapitän 17 Trainer kommen und gehen sehen“, erinnerte er sich. „Was die Spieler tun müssen, ist einfach zusammenzuhalten, sich voll und ganz auf das Spiel am Wochenende zu konzentrieren und all den Lärm um uns herum und alles andere zu vergessen“, befand Terry, der mittlerweile in der Nachwuchsakademie des Klubs arbeitet. Am Sonntag geht es für Chelsea im Halbfinale des FA Cups gegen Leeds United darum, die letzte Titelchance der Saison aufrechtzuerhalten. In der Premier League steht man auf Rang acht und läuft Gefahr, die Qualifikation für das internationale Geschäft zu verpassen. Viele Top-Spieler wären dann wohl kaum mehr zu halten, was die Lage neben der Trainersuche zusätzlich erschweren könnte: „Es sieht so aus, als müssten wir möglicherweise verkaufen, und zwar unsere besten Spieler, was immer schwer ist“, sorgte sich Terry.



