FC Bayern feiert lauten Kabinensieg nach Bischofs Doppelpack gegen Freiburg
Der FC Bayern München hat sich in einem dramatischen Bundesliga-Spiel gegen den SC Freiburg mit 3:2 durchgesetzt. Der Last-Minute-Sieg sorgte für ausgelassene Feierstimmung in der Umkleidekabine der Münchner, die von lauter Musik und grölenden Spielern geprägt war.
Bischofs erster Doppelpack ebnet den Weg
Im Mittelpunkt des Erfolgs stand der 20-jährige Tom Bischof, der mit seinem ersten Doppelpack für den Rekordmeister die Grundlage für den Sieg legte. "Mir wurde schon oft gesagt, ich soll mich öfter trauen", erklärte der Youngster nach dem Spiel. "Jetzt habe ich es einfach gemacht, und es hat geklappt." Die beiden Distanztreffer verliehen Bischof neues Selbstvertrauen, wie er betonte: "Das kann ich jetzt öfter machen. Es ist einfach geil, ein Tor zu schießen."
Kimmichs spontane Kabinenparty
Nach dem Schlusspfiff sprintete Joshua Kimmich oberkörperfrei in die Bayern-Kabine, um die Feier nicht zu verpassen. "Keine Party ohne Kimmich!" hieß es in München. Als der Mittelfeldspieler die Tür öffnete, empfing ihn laute Musik und die ausgelassene Stimmung seiner Teamkollegen. Sportvorstand Max Eberl fand kaum Worte für die Szenerie: "Ich kann es nicht beschreiben. Im Erzählen von Bildergeschichten war ich in der Schule nie gut."
Lob von Führungsspielern und Vorstand
Eberl zeigte sich beeindruckt von Bischofs Leistung: "Er hat einen guten linken Fuß. Jetzt hatte er den Mut, zu schießen." Auch Joshua Kimmich lobte den Youngster ausführlich: "Er hat sich endlich mal belohnt. Ein anderer wäre vielleicht enttäuscht gewesen, weil er nicht bei der A-Nationalmannschaft dabei ist." Kimmich betonte besonders Bischofs Charakterstärke: "Der Tom ist da vom Charakter anders. Er will da das Maximum rausholen."
Karls Last-Minute-Siegtreffer
Noch wichtiger als seine eigenen Tore war für Bischof jedoch der Siegtreffer von Lennart Karl in der Nachspielzeit. "Das ist viel brutaler", betonte der Doppeltorschütze. "Man kann auch aufhören und einfach das 2:2 mitnehmen." Doch diese Einstellung gehört nicht zu den Kompany-Bayern, die den 0:2-Rückstand noch in einen Dreier verwandelten.
Selbstvertrauen für das Bernabéu-Duell
Der Sieg gibt den Bayern eine Extraportion Selbstvertrauen für das bevorstehende Champions-League-Duell gegen Real Madrid. "Ich bin mir sicher, wir können auch gegen Real Madrid den Sieg einfahren", zeigte sich Bischof überzeugt. Josip Stanisic ergänzte: "Wir können mit 110 Prozent Selbstvertrauen in das Spiel gehen." Lennart Karl legte noch einen drauf: "Wir können einfach jeden jetzt schlagen."
Eberls diplomatische Worte
Nur Sportvorstand Max Eberl blieb etwas zurückhaltender: "Das ist ein großes Spiel, in dem zwei große Mannschaften aufeinandertreffen. Ich erwarte, dass die Mannschaft mit dem Vertrauen, mit den Qualitäten, die sie hat, gegen einen guten Gegner spielt." Ob seine Mannen ihn davon überzeugen können, dass er ruhig kämpferischer hätte antworten können? Klar ist: Im spanischen Fußballtempel würde sich eine derartige Kabinenparty sicherlich auch gut feiern lassen.



