Bayern dreht Spiel in der Nachspielzeit: Der nackte Karl-Wahnsinn in Freiburg
Die Mentalitätsmonster aus München haben es wieder einmal geschafft! Der FC Bayern München sichert sich ein spätes 3:2 in Freiburg und rettet damit die Generalprobe vor dem hochkarätigen Champions-League-Kracher gegen Real Madrid am Dienstag um 21 Uhr. Ohne Super-Stürmer Harry Kane, der mit einer Sprunggelenksverletzung ausfällt, läuft lange Zeit wenig zusammen für den Rekordmeister. Doch dann dreht Bayern das Spiel in der Nachspielzeit und beschert den Fans eine irre Partie.
Ein Spiel der Extreme: Von 0:2 zum 3:2-Sieg
Es war eine Partie mit vielen Wendungen und emotionalen Höhepunkten. Die Bayern lagen bis zur 80. Minute mit 0:2 im Rückstand und schienen chancenlos. Doch dann kam die sensationelle Wende in der Schlussphase. Sekunden vor dem Abpfiff drückte Lennart Karl nach einer Vorlage von Alphonso Davies den Ball über die Linie zum 3:2 in der 90.+9 Minute. Beim anschließenden Jubel zog er sein Trikot aus – der nackte Karl-Wahnsinn war perfekt!
Manuel Neuers Rückkehr mit Licht und Schatten
Bayern-Torwart Manuel Neuer kehrte nach seinem Faserriss in der Wade zurück ins Tor und erlebte eine Partie mit gemischten Gefühlen. In der ersten Halbzeit zeigte er sich in Topform und hielt seine Mannschaft mit mehreren herausragenden Paraden im Spiel, unter anderem gegen Lucas Höler in der 28. Minute und Philipp Lienhart in der 34. Minute. Ein Neuer in dieser Verfassung wäre Gold wert für die Münchner im anstehenden Duell in Madrid.
Doch dann folgte ausgerechnet ein dicker Patzer zur vermeintlichen Entscheidung. In der 71. Minute kam Neuer bei einer Ecke von Ritsu Dōan aus dem Kasten, kam zwar an den Ball, konnte ihn aber nicht weit genug wegschlagen. Höler nahm den Ball direkt aus der Luft und traf zum 2:0 für Freiburg. In diesem Moment sah der Weltmeister von 2014 gar nicht gut aus.
Höler als Bayern-Schreck und Bischof als Retter
Lucas Höler erwies sich einmal mehr als Bayern-Schreck. Der Angreifer erzielte bereits sein sechstes Pflichtspieltor gegen den Rekordmeister – gegen keinen anderen Klub traf er öfter. Das Tor war das perfekte Geschenk zu seinem 300. Bundesliga-Spiel. Der erste Schock für die Bayern kam direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit: Nach einem Ballgewinn auf der linken Seite dribbelte Nzuzi Toko Manzambi ins Zentrum und schoss sehenswert ins rechte Eck zum 1:0 in der 46. Minute.
In der entscheidenden Schlussphase rannte Bayern mit aller Kraft nach vorne – und erlebte den Bischof-Wahnsinn! U21-Star Maximilian Bischof rettete seine Mannschaft mit zwei spektakulären Distanzschüssen. Zuerst versenkte er den Ball aus rund 25 Metern ins linke untere Eck in der 81. Minute, dann hatte er vor der Strafraumgrenze erneut zu viel Platz und traf ins rechte untere Eck in der 90.+2 Minute. Und dann folgte der entscheidende Treffer von Lennart Karl.
Fehlende Durchschlagskraft ohne Harry Kane
Doch zur Wahrheit gehört auch, dass der FC Bayern über weite Strecken des Spiels an Durchschlagskraft mangelte. Ohne Harry Kane, der mit 133 Toren in 136 Einsätzen normalerweise für die nötige Torgefahr sorgt, fehlte es der ansonsten so starken Offensive der Liga an Präzision. Der englische Super-Stürmer fehlt wegen einer Sprunggelenksverletzung und verpasste zuletzt auch das Testspiel der englischen Nationalmannschaft gegen Japan mit 0:1.
Die entscheidende Frage bleibt: Wird Kane rechtzeitig fit für das Champions-League-Spiel gegen Real Madrid? Weder der englische Fußballverband noch der FC Bayern haben eine genaue Diagnose oder Ausfallzeit verkündet. Trainer Vincent Kompany zeigte sich auf der Pressekonferenz am Freitag jedoch „positiv gestimmt“, was den Dienstagskracher angeht.
Fazit: Ein typischer Bayern-Sieg mit Mentalitätsstärke
Der späte 3:2-Sieg in Freiburg unterstreicht einmal mehr die legendäre Mentalitätsstärke des FC Bayern München. Auch wenn die Leistung über weite Strecken nicht überzeugte, fand der Rekordmeister in den entscheidenden Momenten die nötige Energie und Qualität. Dieser Sieg gibt dem Team Rückenwind für die wichtige Champions-League-Partie gegen Real Madrid und zeigt, dass die Bayern auch in schwierigen Situationen nie aufgeben.



