Buckelwal vor Poel: Riesige Sandsäcke sollen Strandung verhindern
Buckelwal vor Poel: Sandsäcke als Barriere geplant

Die Vorbereitungen zur Bergung des vor der Ostsee-Insel Poel gestrandeten Buckelwals laufen auf Hochtouren. Nachdem der zwölf Meter lange Meeressäuger am Montag nach einem kurzen Freischwimmen erneut aufgelaufen war, setzen die Helfer nun auf eine Barriere aus riesigen Sandsäcken, um eine weitere Bewegung in die Flachwasserzone zu verhindern.

Barriere aus Big Bags

Am Dienstagvormittag wurden rund 40 mit Sand gefüllte sogenannte Big Bags verladen und mit einem Schwimmponton in die Kirchsee-Bucht gebracht. Dort wurden sie an Bord einer großen verankerten Arbeitsplattform gehoben. Die Säcke sollen als Barriere um den Wal positioniert werden und verhindern, dass er bei steigenden Wasserständen noch tiefer in die Flachwasserzone gerät. Am Hafen von Kirchdorf wurde zudem ein kleiner Kettenbagger auf einen Ponton verladen, mit dem die Big Bags später ins Wasser gesetzt werden sollen.

Rinne als Fluchtweg

Nahezu fertiggestellt war am Morgen eine rund 110 Meter lange und etwa zwei Meter tiefe Rinne, die von der Mulde des Wals in tieferes Wasser führt. Durch diese Rinne soll der Wal nach dem Plan der privaten Initiative eigenständig ins tiefere Wasser schwimmen oder notfalls gezogen werden. Die Arbeiten werden jedoch durch starken Wind und hohen Wellengang erschwert. Ein Teammitglied erklärte, dass derzeit ein Arbeiten am Wal nicht möglich sei.

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Barge noch nicht vor Ort

Für den eigentlichen Transport ist der Einsatz einer sogenannten Barge vorgesehen, eines nicht selbstfahrenden Lastkahns, der abgesenkt werden kann, um den Wal darin zu transportieren. Diese Barge ist jedoch noch nicht vor Ort. Der eigentliche Bergungsversuch soll nach früheren Angaben am Sonntag oder Montag beginnen. Allerdings fehlt bis zum Mittag noch die Genehmigung des Ministeriums für den neuen Transportplan. Der ursprünglich geplante Transport mit einer Plane und Pontons erwies sich als nicht durchführbar. An dem neuen Konzept mussten noch einige Punkte nachgebessert werden.

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