In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, ließen 2025 insgesamt 2.825 Frauen aus dem Bundesland einen Abbruch vornehmen. Das waren rund zwölf Prozent weniger als im Jahr zuvor. Damit entfielen etwa drei Prozent aller registrierten Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland auf Sachsen-Anhalt. Bundesweit wurden im selben Zeitraum rund 105.700 Eingriffe gezählt.
Unterschiede bei der Altersstruktur
Auffällig ist die Altersstruktur: Anders als im Bundesdurchschnitt waren in Sachsen-Anhalt die meisten betroffenen Frauen zwischen 35 und unter 40 Jahre alt. Deutschlandweit lag der Schwerpunkt dagegen bei den 25- bis unter 30-Jährigen. Die Mehrheit der Frauen, die sich für einen Abbruch entschieden, war ledig. In fast allen Fällen erfolgte der Eingriff nach der sogenannten Beratungsregelung. Besonders häufig wurde der Abbruch in der frühen Phase der Schwangerschaft vorgenommen, meist in der siebten oder achten Woche.
Viele Frauen haben bereits Kinder
Viele der betroffenen Frauen hatten bereits Kinder: Nur in etwa einem Drittel der Fälle handelte es sich um Frauen ohne vorherige Geburt. Eine kleine Gruppe hatte bereits fünf oder mehr Kinder. Nicht alle Eingriffe fanden im eigenen Bundesland statt. Während 2.825 Frauen mit Wohnsitz in Sachsen-Anhalt einen Abbruch vornehmen ließen, wurden dort selbst rund 2.715 Eingriffe durchgeführt. Die Zahlen sind aus Gründen des Datenschutzes gerundet.



