Oberleitung gerissen: ICE mit 460 Reisenden in Niedersachsen gestrandet
Oberleitung gerissen: ICE mit 460 Reisenden gestrandet

Am Freitagmittag ist es nahe Lüneburg zu einem schwerwiegenden Vorfall im Bahnverkehr gekommen. Eine gerissene Oberleitung sorgte für massive Störungen und Verspätungen. In einem ICE saßen zeitweise über 400 Menschen fest, die später evakuiert werden mussten.

Notbremsung nach Sichtung der beschädigten Oberleitung

Der Lokführer eines ICE auf der Strecke von Hamburg nach München bemerkte kurz hinter dem Bahnhof Bardowick, dass die Oberleitung abgerissen herabhing. Er leitete sofort eine Notbremsung ein, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn (DB) der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. In dem betroffenen Zug befanden sich rund 460 Reisende.

Evakuierung und medizinische Versorgung

Ein Notfallmanager der DB erdete in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr die Oberleitung, um Stromschläge zu vermeiden. Anschließend wurden die Fahrgäste in einen anderen Zug evakuiert. Aufgrund der starken Sonneneinstrahlung stieg die Temperatur im stehenden Zug erheblich an. Fünf Menschen erlitten Kreislaufstörungen und mussten medizinisch betreut werden, wie ein Sprecher der Bundespolizei berichtete.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Streckensperrung und Umleitungen

Die betroffene Strecke wurde umgehend gesperrt. Fern- und Güterzüge werden über Verden umgeleitet. Wie lange die Sperrung andauern wird, ist bislang unklar. Die Strecke zwischen Hamburg und Berlin führt aktuell unter anderem über Bardowick in der Nähe von Lüneburg, da die eigentliche Strecke derzeit generalsaniert wird.

Ursachenermittlung läuft

Die Ursache für den Schaden an der Oberleitung ist noch nicht bekannt. Die Bundespolizei in Bremen hat Ermittlungen aufgenommen. Die Deutsche Bahn arbeitet mit Hochdruck an der Behebung des Schadens und der Wiederherstellung des regulären Betriebs.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration