Coe lobt IOC für Gentests: "Wichtige Entwicklung"
Coe lobt IOC für Gentests: Wichtige Entwicklung

Der Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics, Sebastian Coe, hat die Wiedereinführung von genetischen Geschlechtstests durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) ausdrücklich begrüßt. „Ich halte es für eine sehr wichtige Entwicklung für die Olympische Bewegung und begrüße sie“, sagte der Brite der Nachrichtenagentur AFP im Vorfeld der World Relays in Gaborone, Botswana.

IOC beschließt Neuregelung für Frauenwettbewerbe

Das IOC hatte im März eine Neuregelung zur Klärung der Startberechtigung in Frauenwettbewerben beschlossen. Diese Regelung tritt ab den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles in Kraft. World Athletics hatte solche Tests bereits vor der Weltmeisterschaft 2025 eingeführt. Coe betonte: „Ich bin nicht zu World Athletics gekommen, um mich beliebt zu machen, sondern um das zu tun, was ich für richtig halte.“ Er freue sich, dass die Welt nun beginne, die Sache so zu sehen „wie wir“.

Kritik von Caster Semenya

Die Entscheidung des IOC stieß jedoch auch auf Kritik. Die zweimalige Leichtathletik-Olympiasiegerin Caster Semenya bezeichnete die Maßnahme als „Respektlosigkeit gegenüber Frauen“. Um die Teilnahme auf „biologische Frauen“ zu beschränken, wie es das IOC formulierte, wird ein voraussichtlich einmaliges SRY-Gen-Screening obligatorisch. Das SRY-Gen befindet sich auf dem Y-Chromosom und leitet normalerweise die männliche Geschlechtsentwicklung ein.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration
Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram