1. Mai in Berlin: Nach Party und Demo steht das Aufräumen an
1. Mai in Berlin: Aufräumen nach Party und Demo

Nach dem 1. Mai beginnt in Berlin in mehreren Stadtteilen das große Aufräumen. Bereits in den Vorjahren hatte die Berliner Stadtreinigung (BSR) nach dem Feiertag in Sonderschichten mehr als hundert Kubikmeter Müll eingesammelt. Auch in diesem Jahr wird die BSR wieder im Einsatz sein, um die Hinterlassenschaften der Feierlichkeiten zu beseitigen. Die Polizei wird im Laufe des Tages eine detaillierte Bilanz ihrer Einsätze vorlegen. Bereits am Abend des 1. Mai sprachen die Beamten von einem erneut sehr friedlichen Verlauf der Veranstaltungen.

Polizei zieht erste Bilanz

Bis zum Abend habe es keine größeren Störungen gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Er berichtete von einer vorläufigen Festnahme am Rande der Demonstration „Revolutionärer 1. Mai“, an der linke und linksextremistische Teilnehmer beteiligt waren. Die Stimmung sei bei der Demonstration zwar aggressiv gewesen, aber es habe keine größeren Zwischenfälle gegeben. Einige Teilnehmer hätten Pyrotechnik gezündet, und Polizisten seien mit Gegenständen beworfen worden. Nach aktuellem Stand wurden neun Einsatzkräfte leicht verletzt.

Vorjahresvergleich

Bereits im vergangenen Jahr verlief der 1. Mai weitgehend gewaltfrei. Dennoch wurden damals bei den Demonstrationen etwas mehr als 70 Menschen wegen Verstößen und Störungen von der Polizei festgenommen. Häufige Delikte waren Flaschen- und Böllerwürfe sowie verfassungswidrige Propaganda. Die diesjährigen Zahlen liegen bisher unter denen des Vorjahres.

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Görlitzer Park wegen Überfüllung geschlossen

Ein Aufräum-Schwerpunkt an diesem Wochenende dürfte der Görlitzer Park sein. Wegen der Massen an Menschen wurde der Park am Abend des 1. Mai geschlossen. Der Park wurde zwar nicht geräumt, aber die Menschen durften nicht mehr hineingehen, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Ein Verlassen des Parks war jederzeit möglich. Mit dieser Maßnahme wollte die Polizei Platz für Rettungskräfte schaffen, falls diese benötigt würden.

Wegen der Menschenmassen in Berlin-Kreuzberg waren auch die umliegenden Straßen für Autos gesperrt. Mehrere U-Bahnhöfe wurden geschlossen, sodass die Züge dort nicht mehr hielten. Voller Menschen war auch der Mariannenplatz, als dort am Abend die Berliner Rapperin Ikkimel beim 1. Mai-Fest der Linken auftrat.

Innensenatorin Iris Spranger (SPD) gab bekannt, dass sich am Tag der Arbeit in Berlin knapp 50.000 Menschen versammelt hatten – besonders in Kreuzberg waren viele unterwegs. Die einen feierten ausgelassen, andere demonstrierten. Die Stadtverwaltung rechnet nun mit umfangreichen Reinigungsarbeiten, die mehrere Tage in Anspruch nehmen könnten.

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