Viele Frauen fühlen sich morgens wie gerädert – obwohl sie genauso lange schlafen wie Männer. Dahinter steckt die sogenannte „Gender Sleep Gap“. Frauen benötigen im Durchschnitt mehr Schlaf als Männer, bekommen diesen aber nicht. Selbst bei gleicher Schlafdauer erholen sie sich schlechter. Die Ärztin Dr. Suzann Kirschner-Brouns erklärt die Ursachen und zeigt Wege zu besserem Schlaf.
Hormonelle Einflüsse auf den Schlaf von Frauen
Der weibliche Zyklus, Schwangerschaften und die Wechseljahre bringen den Schlafrhythmus durcheinander. In der zweiten Zyklushälfte sinkt der Progesteronspiegel, was zu Einschlafproblemen führen kann. Während der Schwangerschaft und in den Wechseljahren kommen Hitzewallungen und nächtliches Erwachen hinzu. Diese hormonellen Schwankungen sind eine der Hauptursachen für die Schlafunterschiede zwischen den Geschlechtern.
Zusätzliche Belastungen im Alltag
Neben den körperlichen Faktoren spielt auch die psychische Belastung eine große Rolle. Viele Frauen tragen die Hauptverantwortung für Familie und Haushalt, was zu chronischem Stress führt. Dieser Stress erhöht den Cortisolspiegel und erschwert das Einschlafen. Dr. Kirschner-Brouns betont, dass die Kombination aus hormonellen Veränderungen und Alltagsstress den Schlaf von Frauen besonders beeinträchtigt.
Konkrete Tipps für besseren Schlaf
Die Expertin empfiehlt einen festen Schlafrhythmus, auch am Wochenende. Entspannungstechniken wie Meditation oder autogenes Training können helfen, abzuschalten. Wichtig ist auch die Schlafumgebung: kühl, dunkel und ruhig. Verzichten Sie abends auf Koffein und schwere Mahlzeiten. Bei anhaltenden Problemen sollte ein Arzt aufgesucht werden, um Schlafstörungen wie Schlafapnoe auszuschließen.
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