Beipackzettel-Check: Bis zu 46 Nebenwirkungen bei Standard-Medikamenten
Bis zu 46 Nebenwirkungen bei Standard-Medikamenten

Beipackzettel-Check: Bis zu 46 Nebenwirkungen bei Standard-Medikamenten

Durchfall, Kopfschmerzen, Übelkeit – selbst gängige Medikamente können im Schnitt bis zu 46 verschiedene Nebenwirkungen haben. Bei einigen Blutdrucksenkern sind es sogar fast doppelt so viele. Eine detaillierte Analyse der 50 meistverordneten Medikamente in Deutschland zeigt, welche Mittel besonders viele mögliche Nebenwirkungen auflisten und welche eher harmlos sind.

Die Analyse im Überblick

Die Untersuchung der Packungsbeilagen ergab, dass die Anzahl der aufgeführten Nebenwirkungen stark variiert. Während einige Präparate mit weniger als 20 Nebenwirkungen auskommen, listen andere über 80 auf. Besonders auffällig sind Blutdrucksenker, die häufig zu den Spitzenreitern gehören.

Spitzenreiter bei den Nebenwirkungen

Zu den Medikamenten mit den meisten Nebenwirkungen zählen bestimmte ACE-Hemmer und Betablocker. Sie können unter anderem Schwindel, Müdigkeit, Husten und Hautausschläge verursachen. Auch einige Antidepressiva und Schmerzmittel weisen eine hohe Zahl an möglichen unerwünschten Wirkungen auf.

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Harmlose Medikamente

Im Gegensatz dazu kommen einige Wirkstoffe mit vergleichsweise wenigen Nebenwirkungen aus. Dazu gehören zum Beispiel bestimmte Schilddrüsenhormone und einige Antibiotika. Dennoch ist bei jedem Medikament Vorsicht geboten, da individuelle Reaktionen stark variieren können.

Wie groß ist Ihr persönliches Risiko?

Die Anzahl der aufgeführten Nebenwirkungen sagt nicht zwingend etwas über die tatsächliche Häufigkeit oder Schwere aus. Viele Nebenwirkungen treten nur sehr selten auf. Ihr persönliches Risiko hängt von Faktoren wie Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen und anderen eingenommenen Medikamenten ab. Ein Gespräch mit dem Arzt oder Apotheker kann helfen, das Risiko besser einzuschätzen.

Tipps für den Umgang mit Packungsbeilagen

Lesen Sie die Packungsbeilage aufmerksam, aber lassen Sie sich nicht von langen Listen verunsichern. Achten Sie besonders auf die Häufigkeitsangaben und Kontraindikationen. Bei Fragen oder Unsicherheiten wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Lesen Sie mit BILDplus, welche Präparate herausstechen und worauf Sie bei Ihrer nächsten Packungsbeilage achten sollten.

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