Köln – Ein Vorfall mit Reizgas hat am Sonntagvormittag am Flughafen Köln/Bonn für einen Großeinsatz der Rettungskräfte gesorgt. Bei einer Sicherheitskontrolle wurden insgesamt 13 Menschen verletzt, zwei von ihnen mussten vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Der Vorfall ereignete sich gegen 10.15 Uhr im Sicherheitsbereich des Airports.
Unfall bei der Kontrolle einer Touristin
Das Sicherheitspersonal kontrollierte eine 30-jährige Touristin aus Spanien. An ihrem Schlüsselanhänger befand sich eine kleine Ampulle mit Reizgas. Während der Kontrolle löste sich das Pfefferspray ungewollt aus. Die Folge: 13 Mitarbeiter des am Flughafen tätigen Sicherheitsunternehmens erlitten Verletzungen durch das Reizgas. Zwei von ihnen wurden zur weiteren Beobachtung in eine Klinik gebracht. Passagiere waren nicht betroffen.
Einsatz und Folgen
Mehrere Rettungswagen rückten zum Flughafen aus. Der betroffene Bereich wurde sofort gesperrt und belüftet. Für 27 Minuten war der Bereich komplett dicht. Der Flugbetrieb selbst wurde durch den Vorfall nicht beeinträchtigt. Ein Sprecher der Bundespolizei erklärte gegenüber der Bild-Zeitung: „Gegen die Frau wird nun eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz erstattet.“
Hintergrund des Vorfalls
Die kleine Ampulle mit Reizgas war als Schlüsselanhänger getarnt. Solche Gegenstände sind in Deutschland grundsätzlich verboten, da sie als Waffe im Sinne des Waffengesetzes gelten. Der Vorfall zeigt, wie schnell ein solcher Gegenstand bei einer Sicherheitskontrolle zu einer Gefahr werden kann. Die Bundespolizei warnt regelmäßig vor dem Mitführen von Pfefferspray oder ähnlichen Substanzen im Handgepäck.
Reaktionen und Maßnahmen
Der Flughafen Köln/Bonn hat nach dem Vorfall seine Sicherheitsvorkehrungen überprüft. Die betroffenen Mitarbeiter wurden medizinisch versorgt. Die spanische Touristin muss nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an.



