Luxus-Kreuzfahrt wird zum Pannen-Trip: Reise für 1000 Passagiere abgebrochen
Luxus-Kreuzfahrt wird zum Pannen-Trip: Reise abgebrochen

Traumreise wird zum Albtraum: Weltumrundung der „Vasco da Gama“ vorzeitig beendet

Was als luxuriöse Weltreise begann, endete für rund 1000 Passagiere in Lissabon mit dem Ausstieg. Die „Vasco da Gama“ sollte am 1. Mai nach 175 Tagen in Hamburg einlaufen – doch daraus wurde nichts. Stattdessen musste die Kreuzfahrtgesellschaft Nicko Cruises die Reise aufgrund schwerwiegender technischer Mängel abbrechen.

Probleme von Anfang an: Route musste mehrfach geändert werden

Bereits die letzten Etappen der Weltreise standen unter keinem guten Stern. Wegen des Irankriegs wurde die geplante Route von Bali nach Dubai aufgegeben. Stattdessen wählte man eine alternative Strecke über Mauritius und Südafrika. Auch die Durchfahrt durch das Rote Meer mit einem Überlandprogramm in Saudi-Arabien wurde gestrichen – zu gefährlich. Zudem fielen die Anläufe in Piräus und Malaga aus, weil das Schiff die Häfen nicht pünktlich erreichen konnte.

Technischer Defekt bremst das Schiff aus

Nachdem ab Malaga eigentlich wieder alles nach Plan laufen sollte, kam der nächste Rückschlag mitten auf dem Südatlantik. Der Verstellpropeller verursachte massive Probleme. Die Sicherheit sei laut Nicko Cruises nie gefährdet gewesen, doch die Geschwindigkeit sank drastisch. Statt der üblichen 18 bis 22 Knoten schaffte die „Vasco da Gama“ maximal 11 Knoten. Mehr als zwei Wochen lang bewegte sich das Schiff im Schneckentempo, wie das Portal „Kreuzfahrt Aktuell“ berichtete.

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Praia auf Santiago (Kapverdische Inseln) wurde drei Tage später als geplant erreicht. Taucher und Experten kamen an Bord, aber die Reparaturversuche im laufenden Betrieb blieben erfolglos. Da eine schnelle Behebung nicht möglich war und das Schiff in die Werft musste, wurde die Westeuropa-Kreuzfahrt von Malaga nach Hamburg komplett abgesagt.

Endgültiges Aus in Lissabon: Passagiere werden ausgeflogen

An diesem Samstag (25. April) war endgültig Schluss. Statt der Elbphilharmonie und des Hamburger Hafens hieß es in Lissabon: Koffer packen und von Bord gehen. Mit Charterflügen wurden die Gäste zurückgebracht. Nicko Cruises zeigte sich betroffen: „Uns ist schmerzlich bewusst, wie sehr sich unsere Gäste darauf gefreut haben, diese besondere Reise planmäßig in Hamburg zu vollenden.“ Eine den reiserechtlichen Bestimmungen entsprechende Kompensation wurde angekündigt.

Fest steht auch, dass die für den 1. Mai geplante Kreuzfahrt „Skandinavien intensiv mit Starkoch Johann Lafer“ ausfällt. Die Enttäuschung bei den Passagieren ist groß – viele hatten sich diesen Lebenstraum mit Preisen ab 34.500 Euro pro Person erfüllt.

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