Spritpreis-Schock: Diese Regionen Deutschlands leiden am stärksten unter hohen Tankkosten
Spritpreis-Schock: Diese Regionen leiden am stärksten

Spritpreis-Schock: Diese Regionen Deutschlands leiden am stärksten unter hohen Tankkosten

Wer in Deutschland einen Diesel oder Benziner fährt, spürt die gestiegenen Spritpreise deutlich im Portemonnaie. Eine gerade veröffentlichte Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes zum Fahrzeugbestand zu Jahresbeginn offenbart nun, welche Regionen besonders hart von den hohen Tankkosten getroffen werden. Die Analyse zeigt erhebliche Unterschiede in der Verteilung von Verbrennerfahrzeugen – und Niedersachsen landet dabei auffällig häufig auf vorderen Plätzen.

Diesel-Dichte: Niedersachsen dominiert die Spitzenplätze

Der besonders stark gestiegene Dieselpreis trifft im Zulassungsbezirk Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen überdurchschnittlich viele Menschen. Mit 278 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohnern weist diese Region die höchste Dieselautodichte in ganz Deutschland auf. Direkt dahinter folgt mit Cloppenburg ein weiterer niedersächsischer Zulassungsbezirk, der mit 272 Dieselfahrzeugen pro 1.000 Einwohnern nur knapp hinter dem Spitzenreiter liegt. Erst auf Platz drei findet sich mit Haßberge in Bayern eine Region außerhalb Niedersachsens, die 271 Diesel pro 1.000 Einwohner verzeichnet. In dieser Berechnung wurden Hybride mit Dieselmotor bewusst nicht berücksichtigt, um ein reines Bild der konventionellen Diesel-Flotte zu erhalten.

Benziner-Statistik: Wolfsburg als statistische Ausnahme

Bei den Benzinfahrzeugen führt rein nach den Zulassungszahlen Wolfsburg mit 502 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohnern die Liste an. Allerdings handelt es sich hier um eine statistische Besonderheit, da in der Heimatstadt des VW-Konzerns sehr viele Autos auf das Unternehmen zugelassen sind, die nicht zwangsläufig in der Region unterwegs sind. Diese Praxis verzerrt die Statistik erheblich und gibt kein realistisches Bild der tatsächlichen Benziner-Dichte in der Bevölkerung.

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Lässt man Wolfsburg aus der Betrachtung heraus, zeigt sich ein anderes Bild: Die meisten Benziner mit 465 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner finden sich dann in der Südwestpfalz. Auf den weiteren Plätzen folgen der hessische Main-Taunus-Kreis mit 455 sowie die bayerischen Landkreise Kronach mit 450 und Coburg mit 449 Benzinfahrzeugen pro 1.000 Einwohnern.

Elektroauto-Besitzer können entspannt bleiben

Wer dagegen ein Elektroauto fährt, kann die aktuellen Tankstellenpreise deutlich entspannter betrachten. Allerdings verzerren auch bei den reinen Stromern Autohersteller an ihren Unternehmenssitzen die Statistik. Erneut führt Wolfsburg die Liste an, dicht gefolgt von der Audi-Heimat Ingolstadt.

Ohne diese beiden Ausreißer zeigen sich die höchsten Elektroautodichten in Wiesbaden mit 62 und Euskirchen mit 59 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohnern. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Elektromobilität in Deutschland noch deutlich ausbaufähig ist, während die Abhängigkeit von Verbrennern in vielen Regionen weiterhin hoch bleibt – und damit auch die Anfälligkeit für Spritpreisschwankungen.

Die Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes macht somit deutlich: Die Belastung durch hohe Spritpreise verteilt sich in Deutschland höchst ungleich. Während einige Regionen überdurchschnittlich viele Verbrennerfahrzeuge aufweisen und damit besonders unter den gestiegenen Tankkosten leiden, sind andere Gebiete bereits weiter in der Mobilitätswende vorangeschritten.

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