Tarifkonflikt im ÖPNV: Streik legt Busse und Bahnen in Sachsen-Anhalt lahm
ÖPNV-Streik in Sachsen-Anhalt: Busse und Bahnen betroffen

In Sachsen-Anhalt kommt es erneut zu massiven Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr. Die Gewerkschaft Verdi hat für Mittwoch, den 29. April 2026, zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind mehrere regionale Verkehrsunternehmen, darunter BördeBus, die Halberstädter Verkehrsgesellschaft, die Harzer Verkehrsbetriebe, die Kreisverkehrsgesellschaft Salzland, der Personennahverkehr Burg und Genthin, die PVGS Altmarkkreis Salzwedel sowie Stadtbus Stendal.

Hintergrund der Streiks

Die Tarifverhandlungen zwischen Verdi und den Arbeitgebern stocken. Ein neues Angebot der Arbeitgeber bezeichnete die Gewerkschaft als „ein Schlag ins Gesicht eines jeden Kollegen und einer jeden Kollegin“. Verdi-Verhandlungsführer Stefan Hilbig erklärte: „Wir bedauern diese Maßnahme sehr. Uns liegt nach wie vor kein verhandlungsfähiges Angebot zu den Arbeitsbedingungen vor.“ Bereits im März hatten in Magdeburg vier Tage lang Busse und Bahnen stillgestanden, auch im Jerichower Land wurde gestreikt.

Forderungen von Verdi

Im Mittelpunkt der aktuellen Tarifrunde stehen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. Verdi fordert unter anderem eine Reduzierung der maximalen Dienstschichtlänge von 12,5 auf 9 Stunden. Zudem sollen die Ausgleichszeiträume für Mehrarbeit und Überstunden verkürzt werden. „Die Beschäftigten brauchen ihre Erholung nicht erst nach sechs Monaten, sondern zeitnah“, so die Gewerkschaft. Darüber hinaus verlangt Verdi 30 Tage Urlaub bereits beim Berufseinstieg.

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Auswirkungen für Fahrgäste

Der Streik beginnt um 2 Uhr nachts und endet um 23:59 Uhr. Welche Verbindungen konkret ausfallen, ist regional unterschiedlich. Verdi empfiehlt Fahrgästen, sich vorab bei den jeweiligen Verkehrsbetrieben zu informieren und nach Möglichkeit auf alternative Verkehrsmittel auszuweichen.

Weitere Entwicklung

Die Tarifverhandlungen sollen am 4. und 5. Mai fortgesetzt werden. Weitere Streiks bis dahin sind nicht ausgeschlossen. Fahrgäste werden gebeten, sich auf anhaltende Ausfälle einzustellen.

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