Grünen-Angriff auf Wegner: Chaos um Kultursenatoren-Nachfolge
Grünen-Angriff auf Wegner: Chaos um Kultursenatoren-Nachfolge

Die Nachfolge der zurückgetretenen Berliner Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson ist geregelt. Dennoch gerät nicht ihr Nachfolger ins Visier der Grünen, sondern der Regierende Bürgermeister Kai Wegner. Fraktionschef Werner Graf übt scharfe Kritik an der Personalentscheidung und wirft Wegner mangelnde Führungsstärke vor.

Grüne attackieren Wegner scharf

„Die verstolperte Entscheidung für die Nachfolge der zurückgetretenen Kultursenatorin ist der endgültige Beweis, dass Kai Wegner die Lage nicht mehr unter Kontrolle bekommt“, erklärte Graf nach Angaben seiner Fraktion in Berlin. Er fügte hinzu: „Weder hat er seinen Senat als Regierender Bürgermeister im Griff, noch hat er offenbar noch irgendeine Autorität in seiner Partei als Parteivorsitzender.“ Graf tritt bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September als Spitzenkandidat der Grünen gegen Wegner an.

Wegners Entscheidung

Wegner hatte fünf Tage nach dem Rücktritt von Wedl-Wilson bekanntgegeben, dass Finanzsenator Stefan Evers zusätzlich die Leitung der Kulturverwaltung übernehmen wird. Die Berliner CDU-Kreisvorsitzenden hatten am Dienstagabend ein entsprechendes Votum abgegeben. Die Personalie sorgt für weiteren Zündstoff im Berliner Politikbetrieb, da die Kulturverwaltung als besonders wichtig gilt und die Doppelbelastung von Evers kritisch gesehen wird.

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Die Grünen sehen in der Entscheidung ein Zeichen der Schwäche des Regierenden Bürgermeisters. Sie werfen Wegner vor, nicht in der Lage zu sein, stabile Verhältnisse in seiner Koalition zu schaffen. Der Wahlkampf in Berlin verspricht damit hitzig zu werden, denn die Personalie könnte ein zentrales Thema im Duell zwischen Wegner und Graf werden.

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