ICE kollidiert mit Oberleitung – ein Gleis gesperrt
Nach einem Zwischenfall mit einem ICE und einer gerissenen Oberleitung bei Bardowick nahe Lüneburg kommt es am heutigen Samstag noch zu Einschränkungen und Verspätungen auf der Strecke Hamburg–Berlin. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilte, ist von den drei Gleisen vor Ort derzeit noch eines für Reparaturarbeiten gesperrt. Der Fernverkehr zwischen den beiden Großstädten ist betroffen.
Die Dauer der Reparaturarbeiten stand zunächst nicht fest. Reisende werden gebeten, sich vor Reiseantritt über die aktuelle Lage zu informieren. Der Vorfall ereignete sich am Freitag, als ein ICE auf der Fahrt nach München bei Bardowick gegen eine herabhängende Oberleitung prallte.
Evakuierung unter Lebensgefahr
Rund 460 Fahrgäste saßen daraufhin stundenlang in dem Zug fest. Die Evakuierung erfolgte über Verbindungsstege direkt in einen anderen Zug, der die Passagiere zurück nach Hamburg brachte. Ein Sprecher der Bundespolizei betonte, dass wegen der Oberleitungsspannung von etwa 15.000 Volt bei der Aktion besondere Vorsicht geboten war – es bestand potenzielle Lebensgefahr. Die Ursache für den Schaden an der Oberleitung ist weiterhin unklar.
Auswirkungen auf den Verkehr
Der Vorfall am 1. Mai führte zu erheblichen Verspätungen auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Zahlreiche Züge mussten über Hannover umgeleitet werden. Auch die Regionalzüge der Linien RE3 und RB31 der Metronom waren von dem Oberleitungsschaden betroffen. Die Deutsche Bahn arbeitet mit Hochdruck an der Behebung des Schadens, um den Verkehr so schnell wie möglich wieder normalisieren zu können.



